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Gott-sei-Dank-Brot

Gott-sei-Dank-Brot

Das Erntedankfest ist jedes Jahr ein wichti-ger Tag, um uns den Wert unserer lebens-notwendigen Güter bewusst zu machen. Auch in diesem Jahr werden die evangeli-sche Kirche, die katholische Kirche und das Bäckerhandwerk in Oberfranken wieder mit einer gemeinsamen „Gott-sei-Dank-Brot“-Aktion gerade auf das Thema Brot aufmerk-sam machen.

In der Genussregion Oberfranken backen die ansässigen Bäckereien dazu ein spezielles Brot, das sie mit einer Banderole kennzeich-nen. Darauf ist zu lesen: „Gott sei Dank“. Dazu liegen bei den beteiligten Bäckereien und Kirchengemeinden Flyer, Plakate und Postkarten mit Tischgebeten aus. Neu ist dieses Jahr auch ein eigens dafür gestalteter Gebetswürfel.

In den oberfränkischen Kirchengemeinden und Pfarrgemeinden werden zum Erntedank-fest Gottesdienste, Familiengottesdienste und Kindergottesdienste rund um das „Gott-sei-Dank-Brot“ durchgeführt. Der Eröff-nungsgottesdienst dazu findet am 25. Sep-tember 2011 um 11:00 Uhr in der Spitalkir-che in Bayreuth statt. Die Aktion endet im November mit einem Abschlussgottesdienst am 19. November in Bamberg.

„Dass wir Brot haben, ist ein großer Grund, Gott dankbar zu sein. Die Gott-sei-Dank-Brot-Aktion will die Dankbarkeit stärken. Dank für das Brot wird in vielen Erntedank-gottesdiensten Thema sein. Die Gebetskar-ten und die Gebetswürfel in den Bäckereien sind eine Anregung, dass wir auch zu Hause am Tisch Gott „Danke“ sagen.“, so Regio-nalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, die gemeinsam mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick diese Aktion zusammen mit der Handwerkskammer für Oberfranken sowie den oberfränkischen Bäckerinnungen unter-stützt.

„Wir binden dafür den Pfarrer oder die Pfarrerin der Gemeinden in diese Aktion mit ein. Sie behandeln diese einfache und doch unermesslich wertvolle Speise in ihren Predigten, Gebeten und Liedern; sie machen die Kirchengemeinde auf das “Gott sei Dank-Brot“ aufmerksam“, so Diakon Stefan Helm vom Kirchlichen Dienst in der Ar-beitswelt, der die Aktion in diesem Jahr koordiniert. Für die Kirchengemein-den/Pfarrgemeinden wurde außerdem eine Arbeitshilfe zur „Gott-sei-Dank-Brot“- Aktion mit dem Titel: „Gottesdienste, Im-pulse und Aktionen rund ums Brot“ entwi-ckelt.

Knapp 100 oberfränkische Bäckereien machen in diesem Jahr mit, so viel wie noch nie, so HWK- Präsident Thomas Zimmer. Und neben den 34 oberfränkischen Kirchen-gemeiden, die sich direkt für die Aktion angemeldet haben, wurde die für die Aktion entwickelte Arbeitsunterlage zur Ausgestal-tung des Erntedankgottesdienstes mittlerwei-le über 1.000 mal heruntergeladen.

Ziel der Aktion ist es, so Helm, bei den Menschen das Bewusstsein für heimische Produkte zu schärfen. Denn leider ist der Einkauf von kostengünstigem Brot im Supermarkt zu einer zwar verständlichen, aber eben auch fragwürdigen Gewohnheit geworden. Dass dieses Verhalten die heimi-schen Betriebe schwächt und viele Geschäf-te mangels Kundschaft schließen müssen, ist ein trauriger Nebeneffekt. „Unser Projekt möchte dem entgegensteuern. Wir bringen die Menschen zum Nachdenken - über Wirtschaftskreisläufe, über Lebenssinn und -unterhalt der hiesigen kleinen und auch großen Unternehmer, über die Auswirkun-gen durch den Kauf bei fremden Herstellern. Wir wünschen uns, dass in den Gemeinden nachgesonnen wird — über die reichhaltige Schöpfung und die Dankbarkeit gegenüber Gottes Gaben“, so Regionaldekan Thomas Teuchgräber aus Kronach, der zum Presse-gespräch die katholische Kirche vertrat. Die Idee zur „Gott-sei-Dank-Brot“- Aktion wurde vor vier Jahren im Netzwerk „Ge-meinsam für die Region“ Bad Alexanders-bad in Zusammenarbeit mit der Evangeli-schen Landjugend in Oberfranken entwi-ckelt.

Die Aktion "Gott sei Dank-Brot" geht bis Mitte November 2011.

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