Gesellenseminar - Das Jahr 2012
Reger Zuspruch: HWK- Vizepräsident Karl-Peter Wittig konnte am 20. und 21. Januar mehr als 20 Arbeitnehmervertreter aus Vollversammlung und Berufsbildungsausschuss zum diesjährigen Gesellenseminar in Bayreuth begrüßen. Die Gesellenvertreter wurden über aktuelle handwerkspolitische Themen und die aktuellen Planungen und Projekte der Handwerkskammer informiert. Hauptgeschäftsführer Thomas Koller stellte das zusammen mit den Kreishandwerkerschaften entwickelte Konzept zur flächendeckenden Nachwuchsgewinnung und -förderung vor, das den Kontakt zu allen Schulen in Oberfranken wesentlich verbessern soll. Koller ging auch auf das Ambient Assisted Living ein, mit dem vor allem ältere Menschen durch den Einsatz innovativer technischer Hilfsmittel so lange wie irgend möglich ihr Leben in ihrem gewohnten Umfeld verbringen können. Das Projekt wird im Jahr 2012 konkretisiert und im Jahr 2013 dann an der HWK umgesetzt. Als Veranstaltungshighlights 2012 nannte Koller neben der Handwerksmesse München, bei der die Sieger aus dem Design- und Erfinderpreis 2012 bekannt gegeben werden, die Berufsmessen Handwerk, zu denen wieder mehr als 6000 Schüler und 2000 Eltern erwartet werden, die HWK- Infoabende im März, die Themenabende Energieeinsparung im Mai und den bundesweiten Tag des Handwerks am 15. September. Letzteren wird das oberfränkische Handwerk auf der Landesgartenschau in Bamberg durchführen (genaue Termine unter www.hwk-oberfranken.de).
Dipl.-Kfm. Werner Wittauer vom BF/M- Bayreuth stellte den Gesellenvertretern das Thema Energiewende und Energieeinsparung am Beispiel des Energiemodernisierungskonzepts der HWK Oberfranken vor. Stellv. Hauptgeschäftsführer Hans-Karl Bauer informierte die Arbeitnehmervertreter über den aktuellen Stand der Umsetzung des so genannten deutschen Qualifikationsrahmens. Konkret geht es um die Einstufung der dualen Berufsabschlüsse im Verhältnis zum Abitur. „Unser Ziel ist es“, so Bauer und Wittig, „dass diese Abschlüsse in die gleiche Stufe 4 eingeordnet werden. Die Kultusministerkonferenz dagegen möchte das Abitur auf Stufe 5 und die Berufsabschlüsse auf Stufe 4 einordnen. Dies wäre für uns eine elementare Schwächung der dualen Berufsausbildung“, so Bauer. Denn jeder Abiturient würde sich fragen, warum er sich nach seinem Abitur für eine Berufsausbildung entscheiden sollte, wenn er sich damit wieder verschlechtert.
Seite aktualisiert am 13. März 2013, online seit 24. Januar 2012
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