Schweigeminute bei der Handwerkskammer zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Schweigeminute bei der Handwerkskammer zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer GewaltLupe
Schweigeminute bei der Handwerkskammer zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Die Handwerkskammer für Oberfranken ist gerne dem gemeinsamen Aufruf der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände gefolgt, am 23. Februar 2012 um 12:00 Uhr der Opfer rechtsextremistischer Gewalt zu gedenken. Zeitgleich zum zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt haben alle HWK-Mitarbeiter und Ausbilder gemeinsam mit den in der HWK anwesenden Lehrlingen und Meisterschülern am Donnerstag eine Minute still gehalten und dieser Opfer gedacht.  

 

Soweit bei der Handwerkskammer diese Schweigeminute in die Unterrichtszeit fiel, haben auch die Lehr- und Honorarkräfte in dieser Schweigeminute gemeinsam mit den Teilnehmern inne gehalten. Dadurch, so HWK-Präsident Thomas Zimmer, „wurden oberfrankenweit über 800 junge Handwerkerinnen und Handwerker für dieses Thema sensibilisiert“. Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in Bayreuth trafen sich in der Bauhalle C verschiedene Lehrgangsgruppen mit ihren Lehrkräften zu einer zentralen Gedenkminute. In Anwesenheit von Herrn Präsident Thomas Zimmer und Herrn stellv. Hauptgeschäftsführer Hans-Karl Bauer wurde dort gemeinsam mit Lehrlingen, Meisterschülern und Ausbildern ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt.

 

Präsident Thomas Zimmer verlas folgenden Text: „Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben. Wir sind tief betroffen, dass nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland diese entsetzlichen Verbrechen geschehen konnten. Gemeinsam mit unseren Verfassungsorganen, die zeitgleich in Berlin bei einem zentralen Staatsakt der Opfer rechtsextremistischer Gewalt gedenken, treten wir ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben. In unseren Handwerksbetrieben ist zwischen den Beschäftigten und Auszubildenden ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Unsere Betriebe geben zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Integration, Respekt und Toleranz. Wir stehen gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten. Im stillen Gedenken und zum Dank an die Opfer setzen wir mit dieser Schweigeminute ein kraftvolles Zeichen: Ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden. Ein Zeichen der  Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt. Ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands. Vielen Dank, dass Sie gemeinsam mit uns dieses Zeichen setzen und der Opfer rechtsextremistischer Gewalt gedenken.“

 

Im oberfränkischen Handwerk sind 210 Lehrlinge (3,2 Prozent aller Lehrlinge) Migranten. Dazu kommen viele Jugendliche mit deutscher Staatsangehörigkeit, deren Eltern Migranten sind.

Seite aktualisiert am 24. Februar 2012online seit 24. Februar 2012

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