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Mittelstandspakt

Mittelstandspakt Bayern in Bayreuth

200 Unternehmen informierten sich am 16. Juni in Vorträgen und Workshops über öffentliche Finanzierungshilfen, den Mittelstandsschirm, alternative Finanzierungsformen, Innovationsfinanzierung und den richtigen Umgang mit Banken und Sparkassen. Hintergrund der Fachtagung, so Dr. Hans Schleicher, Amtschef im Bayerischen Wirtschaftsministerium, ist der so genannte Mittelstandspakt Bayern. Ziel des Pakts ist es einerseits, bei der Ausgestaltung von Förderprogrammen mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, und zum zweiten Unternehmen umfassend über bestehende Hilfs- und Fördermöglichkeiten zu informieren. Das Spektrum der Partner des Mittelstandspakts reicht von den Kammern der gewerblichen Wirtschaft, zahlreichen Wirtschaftsverbänden, den Verbänden der Kreditwirtschaft, über die LfA Förderbank Bayern bis hin zu wichtigen Interessenvertretungen der Freien Berufe. Bei der Fachtagung ging es insbesondere u das Thema Information. „Das reine Bereit stellen von Fördermitteln und anderen Hilfsangeboten für den Mittelstand reicht heute nicht mehr aus. Man muss sie auch bekannt machen, so Schleicher bei der Eröffnung der Fachtagung.

Insgesamt, so Schleicher, seien in den letzten 10 Jahren im Rahmen der Regionalförderung über 242 Millionen € nach Oberfranken geflossen. Damit wurden Investitionen in den Unternehmen von über 1,8 Milliarden angestoßen, und konnten weit mehr als 6.300 neue Arbeitsplätze geschaffen, und über 45.000 bestehende gesichert werden. Dies mache sich auch bei den Arbeitslosenzahlen bemerkbar: In Oberfranken ist die Arbeitslosenquote im Mai mit 5,1% genauso niedrig wie in Bayern und sogar deutlich niedriger als vor einem Jahr. Dadurch seien die Folgen der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit für den Mittelstand zwar noch nicht überwunden, aber relativ gut überstanden. Als wirtschaftliches Schwergewicht bezeichnete der Amtschef das oberfränkische Handwerk mit seinen fast 16.000 Betrieben und 78.000 Beschäftigten.

Beispielhaft dafür referierten anschließend auch zwei mittelständische Unternehmer aus Oberfranken. Günther Eckert, Geschäftsführer des Papierverarbeitungswerks Franz Veit GmbH aus Hirschaid berichtete über Überlegungen in den 90er Jahren, aus Platz- und finanziellen Gründen die Produktion in die Tschechei zu verlagern. Der Marktführer in der Papierrollen Branche fand dann aber durch intensive Verhandlungen mit der Gemeinde und Auslotung sämtlicher Zuschussmöglichkeiten, eine Ausweichsmöglichkeit an anderer Stelle im Gemeindebereich. Damit konnten die Arbeitsplätze in Hirschaid gesichert werden.

Um die Weiterbeschäftigung seiner Mitarbeiter ging es auch Max Beyersdorf. Sein Unternehmen, die Otto Hauch Bau GmbH & Co KG blieb von der Krise im Bauhandwerk Mitte der 90er Jahre nicht verschont. Durch die Spezialisierung auf Sanierung – gerade auch im Denkmalpflege Sektor – gelang es dem Coburger Diplom Ingenieur, seinen Platz in der Branche zu sichern.

Der Schwerpunkt der anschließenden Informationsveranstaltung mit verschiedenen Workshops lag auf dem Thema „Finanzierung für den Mittelstand“. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Koller moderierte Gespräche über den richtigen Umgang mit Banken und Sparkassen. Darin ging es vor allem um Kommunikationsprobleme zwischen Bank und Unternehmer und es gab wertvolle Tipps sowohl von Vertretern verschiedener Kreditinstitute sowie von Unternehmerseite. Abschließend wertete Koller die Informationsveranstaltung zum Mittelstandspakt Bayern als durchwegs positiv.www.mittelstandspakt-bayern.de

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