Portrait der Handwerkskammer für Oberfranken

Die HWK für Oberfranken versteht sich als Selbstverwaltungseinrichtung des Handwerks für das oberfränkische Handwerk mit dem Ziel, die Interessen der Mitglieder, der Handwerksbetriebe und deren Arbeitnehmer regional und überregional im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich zu vertreten. Wir orientieren uns dabei strikt am Dienstleistungsgedanken und an unseren Kunden. Neben der politischen Interessenvertretung ist es unsere Hauptaufgabe, die berufliche Aus- und Fortbildung des Handwerksnachwuchses zu sichern und zur Qualifizierung unserer Mitgliedsbetriebe und ihrer Mitarbeiter beizutragen sowie durch integrierte Unternehmensberatung die Handwerksbetriebe in ihrer Bestandskraft zu stärken, den Generationswechsel zu gewährleisten und jungen Handwerksmeistern den Schritt in die Selbständigkeit zu erleichtern. Für uns ist es eine Daueraufgabe, dieses Dienstleistungsangebot der HWK stets an die neuesten Marktbedürfnisse anzupassen und dabei auch für unsere Mitglieder eine Vorreiterrolle zur Bewältigung der betrieblichen Zukunftsaufgaben zu übernehmen.
Wir haben seitens der Kammer immer schon Visionen und Konzeptionen entwickelt, die wir dann auch mit der nötigen Beharrlichkeit umgesetzt haben. Bereits Ende der 60er Jahre war uns klar, dass wir im damaligen oberfränkischen Zonenrandgebiet gegen die drohende Abwanderung unserer jungen Fachkräfte gerade aus dem Handwerk etwas unternehmen mussten. Die richtige Antwort war die rechtzeitige Entscheidung, berufliche Bildungszentren und Unternehmensberatungsstellen dezentral in ganz Oberfranken zu errichten.
Handwerk in Oberfranken eine Einheit
Mit unserer Konzeption haben wir gleichzeitig auch wichtige regionalpolitische Zeichen gesetzt. Heute ist die Handwerkskammer für Oberfranken in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Landkreisort ihres Kammerbezirks mit entsprechenden Einrichtungen und Institutionen vertreten. Diese Präsenz hat sich auch sehr positiv auf unsere Mitgliedsbetriebe und auf die Organisationen des Handwerks vor Ort ausgewirkt. Wir können heute mit Stolz sagen, dass die Wirtschaftsgruppe Handwerk in Oberfranken eine Einheit bildet.
Eine wesentliche Grundlage dafür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserer Selbstverwaltung, mit dem Ehrenamt im Kammervorstand und in der Vollversammlung, mit den Kreishandwerkerschaften und Innungen, aber auch eine kollegiale Zusammenarbeit in der Geschäftsführung und mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kammer, die zum Dienst am Handwerk qualifiziert und auch hochmotiviert sind.
Weichen für die Zukunft sind gestellt
Ende der 90er Jahre haben wir uns mehreren großen Prüfungen unterzogen. Zum einen waren dies zwei Mitgliederzufriedenheitsbefragungen in den Jahren 1997 und 1999, mit der wir die Meinung unserer Mitglieder über die Handwerkskammer erfragt haben und zum anderen der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001 und dem dazugehörigen Zertifizierungsaudit, also der Prüfung des Qualitätsmanagementsystems und damit der Arbeit der HWK durch eine neutrale, unabhängige Institution. Sowohl die Mitgliederbefragungen als auch das Zertifizierungsaudit sind gut ausgefallen:
- In zwei Mitgliederumfragen 1997 und 1999 haben uns die Handwerksbetriebe bescheinigt, dass wir gute Arbeit leisten. 1997 waren 84% unserer Mitgliedsbetriebe und 1999 86 % mit unserer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden.
- Die CERTQUA - Gesellschaft der Deutschen Wirtschaft zur Förderung und Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen in der beruflichen Bildung mbH - hat uns nach der erfolgreichen Auditierung Ende des Jahres 1998 bescheinigt, dass die HWK allen Anforderungen eines modernen, kundenorientierten Unternehmens entspricht. Wir sehen darin eine Bestätigung unserer seit Ende der 60 er Jahre konsequent verfolgten Politik, die HWK zu einem Dienstleistungsunternehmen mit einem flächendeckenden Dienstleistungs- und Serviceangebot zu entwickeln
High-Tech-Offensive / Regionalkonzept Oberfranken
Gerade kleine und mittlere Unternehmen - insbesondere Handwerksbetriebe - sind aufgrund ihrer hohen Flexibilität und Kreativität wichtige Träger des technischen Fortschritts. Sie erfüllen im Innovationsprozeß bedeutende Funktionen, da sie neben Entwicklungsarbeit auch Spezialmärkte bedienen und Vorleistungen für die Industrie, zum Beispiel als Zulieferer, erbringen. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der HWK, unsere Kunden, also unsere Handwerksbetriebe und deren Beschäftigte für die Zukunft fit zu machen. Im Zuge des Ausbaus unserer Berufsbildungseinrichtungen haben wir speziell das BTZ Bayreuth konsequent zu einem Kompetenzzentrum Handwerk im Bereich der neuen Technologien ausgebaut. Mittlerweile gilt die HWK als bundesweit anerkannter Vorreiter im Bereich Neue Technologien.
Die HWK für Oberfranken beteiligt sich an der High-Tech-Offensive der Bayerischen Staatsregierung. Das Kompetenzzentrum für Fertigungstechnik im Handwerk das derzeit im Rahmen des Regionalkonzeptes Oberfranken in unseren Berufsbildungs- und Technologiezentren umgesetzt wird, dient der Zukunftssicherung der handwerklichen Aus- und Fortbildung und dem Technologietransfer in den Technologiefeldern Fertigungs- und Bearbeitungstechnik, Oberflächentechnik, Werkstofftechnik, Steuerungs- und Automatisierungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Umwelt- und Energietechnik. Damit wollen wir auf Dauer sicherstellen, dass unsere oberfränkischen Handwerksbetriebe auf die künftigen Anforderungen im Bereich der neuen Technologien vorbereitet werden und ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen können.
Die HWK hat 210 festangestellte Mitarbeitern und 12 Außenstellen in ganz Oberfranken, die überwiegend im Servicebereich tätig sind. Die HWK führt jährlich über 2.500 Firmenberatungen, und im Lehrgangsbereich jährlich über 1.000 Lehrgänge mit knapp Kursteilnehmern durch).
HWK - Sprachrohr der Region
Oberfranken liegt im Nordosten Bayerns an der Grenze zu Tschechien, Thüringen und Sachsen. Früher war es die Zonenrandlage, die die Ausrichtung der HWK geprägt hat, heute ist es die anstehende EU- Osterweiterung. Deswegen war und ist es der HWK besonders wichtig, ihre Betriebe für die Zukunft fit zu machen. Deshalb hat die HWK seit den 70er Jahren einen besonderen Schwerpunkt auf den Dienstleistungsbereich gelegt (jährlich > 2.500 Firmenberatungen, jährlich > 1.200 Lehrgänge mit ca. 20.000 Kursteilnehmern). Die HWK ist bundesweit anerkannter Vorreiter im Bereich Neue Technologien.
Im Zusammenwachsen Europas und auch im Hinblick auf die EU-Osterweiterung müssen wir für eine Verträglichkeit der EU-Osterweiterung mit unserem Wirtschaftsraum Oberfranken sorgen. Dabei befinden wir uns, auch auf Initiative unserer Kammer, zusammen mit allen Wirtschaftskammern der Grenzregionen von der Ostsee bis zur Adria auf einem guten Weg, unsere Vorschläge und Forderungen entsprechend durchzusetzen.
Die politische Interessenvertretung wird auch in Zukunft eine der wichtigsten Aufgaben der HWK bleiben. Als Repräsentant der Wirtschaftsgruppe Handwerk stellt die Handwerkskammer für Oberfranken im Bereich der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik ein wichtiges Sprachrohr in unserer Region dar.
Wir werden auch künftig mit Nachdruck für eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen des Handwerks kämpfen und die dringend nötigen Entlastungen unserer Handwerksbetriebe von Steuern und Sozialkosten fordern.