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EU-Förderung für Genussregion Oberfranken

Ziel des mit insgesamt 365.000 Euro dotierten Projektes ist es, in den kommenden drei Jahren eine umfassende Imagekampagne zu starten, regionale Spezialitäten aus Oberfranken zu einer Marke zu entwickeln und das Wissen über regionale Lebensmittel und traditionelle Rezepturen über Internet-Datenbanken öffentlich zugänglich zu machen. Daneben soll die Kooperation zwischen Landwirten, Spezialitätenanbietern, Handwerkern und Gastronomen intensiviert werden.
Ausgangspunkt für die Genussregion ist nach den Worten von Hauptgeschäftsführer Horst Eggers von der Handwerkskammer für Oberfranken die weltweit recherchierte, bewiesene und anerkannte Tatsache, dass der Regierungsbezirk die jeweils höchste Brauerei-, Bäckerei und Metzgereidichte der Welt hat. Bei rund 1,1 Millionen Einwohner gebe es aktuell 202 Brauereien, 714 Metzgereien und 529 Bäckereien, sagte Eggers. Damit beschere das oberfränkische Handwerk dem Regierungsbezirk gleich drei Weltrekorde.
¿All diese kulinarischen Spezialitäten und Genüsse verdanken wir zuallererst der Arbeit unserer Bauern", so Landwirtschaftsminister Brunner. Sie erzeugten die hochwertigen Produkte und durch deren Veredelung tragen alle anderen in der Lebensmittelbranche tätigen Personen und Betriebe dazu bei, dass man hier genießen könne wie „Gott in Oberfranken". Der Minister bezeichnete es als vorrangiges Ziel, die Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und anderen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft zu vertiefen und eine regionale Wertschöpfungskette aufzubauen.
Das Projekt Genussregion Oberfranken hat eine Laufzeit von 3 Jahren, wird aus Mitteln der europäischen Gemeinschaftsinitiative LEADER gefördert, die über das bayerische Landwirtschaftsministerium ausgereicht werden, und von der Oberfrankenstiftung unterstützt. Weitere Träger sind die Handwerkskammer und insgesamt neun oberfränkische LEADER-Aktionsgruppen, also Zusammenschlüsse, deren Ziel die Weiterentwicklung der Region ist. Die Leitung des Projektes liegt in den Händen von Dr. Bernd Sauer von der Handwerkskammer und der Kulturhistorikerin Uta Hengelhaupt, die seit dem 1. November für das Genussregion- Projekt bei der Handwerkskammer angestellt ist und bereits an verschiedenen Universitäten Erfahrungen in der Koordinierung großer EU-Projekte gesammelt hat. Träger des Projekts ist natürlich auch das Nahrungsmittelhandwerk, das im Vorstand des Vereins Genussregion Oberfranken durch den Hofer Kreishandwerksmeister Christian Herpich, Metzgerei Herpich aus Hof (stellv. Vorsitzender) und Präsident Thomas Zimmer, Bäckerei Lang aus Bayreuth (Kuratoriumsvorsitzender) vertreten ist. Für jeden Lebensmittelbereich, im Handwerk also für Bäckereien, Brauereien, Metzgereien und Konditoreien, sollen eigene Arbeitskreise gebildet werden, die dem Projekt Genussregion die fachliche Grundlage liefern sollen.
Qualität und Service zeichneten die oberfränkischen Gastwirte und Anbieter regionaler Produkte seit jeher aus, sagte Regierungspräsident Wilhelm Wenning, gleichzeitig Vorsitzender der Oberfrankenstiftung. Auf Qualität und Service komme es allerdings alleine nicht an. Denn wenn Gäste und Kunden nichts von den Produkten, Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistern der Genussregion Oberfranken wissen, könne die kulinarische Vielfalt ihr Potenzial für die Region auch nicht entfalten. Genau dort setzt das Projekt Genussregion Oberfranken an.

Hier finden Sie die Internetseite der Genussregion Oberfranken e. V.: www.genussregion.oberfranken.de

Bildunterschrift: Projekt Genussregion Oberfranken - im Bild bei der Übergabe des Förderbescheids vorne v. l. HWK-Präsident Thomas Zimmer, Hauptgeschäftsführer Horst Eggers, Staatsminister Helmut Brunner, der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner und Prof. Dr. Uta Hengelhaupt, hinten rechts der Hofer Kreishandwerksmeister Christian Herpich aus Hof. Neben verschiedenen Landräten und Oberbürgermeistern waren auch Regierungspräsident Willhelm Wenning und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler am 10. November nach Bayreuth gekommen. Bild: Fuchs

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