Deutscher Musikinstrumentenpreis: im Bild bei der Preisverleihung v. l. Ekkehard Sauer (Clarimonia), Jochen Seggelke (Inhaber Schwenk & Seggelke, Clarimonia), Bernhard Kösling (Clarimonia) und Eduard Nagel (Werkstattleiter bei Schwenk & Seggelke). Bild: Schwenk&Seggelke.
Schwenk&Seggelke
Deutscher Musikinstrumentenpreis: im Bild bei der Preisverleihung v. l. Ekkehard Sauer (Clarimonia), Jochen Seggelke (Inhaber Schwenk & Seggelke, Clarimonia), Bernhard Kösling (Clarimonia) und Eduard Nagel (Werkstattleiter bei Schwenk & Seggelke). Bild: Schwenk&Seggelke.

Deutscher Musikinstrumentenpreis für Schwenk & Seggelke

Höher geht’s nicht: das Unternehmen Schwenk & Seggelke, Meisterwerkstatt für innovativen Klarinettenbau aus Bamberg, ist am 12. April auf der Internationalen Musikesse in Frankfurt mit dem Deutschen Musikinstrumentenpreis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist umso höher zu bewerten, weil im Jahr 2013 nur zwei Handwerksunternehmen mit dem Deutschen Musikinstrumentenpreis ausgezeichnet worden sind. Mit dem Deutschen Musikinstrumentenpreis unterstreicht der Stifter, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Bedeutung der Handwerkskunst für die Musik und die deutsche Wirtschaft.

Der Preis wird seit zwei Jahren während der Musikmesse Frankfurt, der weltweit größten Messe für Musikinstrumente und Zubehör, verliehen. Die ausgezeichneten Instrumente wurden auf der Musikmesse für die Zeit der Messe ausgestellt.

Ausgezeichnet wurde die Es- Klarinette Modell 2000 in der Grundstimmung Es, die verschiedene technische Neuerungen aufweist und in der Blasmusik und auch in Sinfonieorchestern Anwendung findet.

Die Meisterwerkstätte Schwenk & Seggelke aus Bamberg besteht seit 1995 und bietet sowohl Instrumente als historische Nachbauten des 18. und 19. Jahrhunderts als auch moderne Klarinetten an, die nach Kundenwünschen gefertigt werden können. Etwa ein Drittel der Klarinetten werden für den deutschen Markt hergestellt, der Rest verteilt sich gleichmäßig auf Europa und Übersee. Mittlerweile sind acht Beschäftigte in den Räumen in der Oberen Königstraße fest angestellt. Hinzu kommen noch fünf freie Mitarbeiter. Zwei Lehrlinge absolvieren hier die dreijährige Ausbildung zum Instrumentenbauer.

Schon 1999, im ersten Jahr ihres Unternehmens, errangen Werner Schwenk, Instrumentenbaumeister, und Jochen Seggelke, Klarinettist und gelernter Holzblasinstrumentenbauer, bei demselben Wettbewerb den zweiten Platz in der Kategorie B-Klarinette. Im Jahr 2004 wurde das Unternehmen mit dem Designpreis des oberfränkischen Handwerks 2004 ausgezeichnet, und im Jahr 2009 mit dem Bayerischen Staatspreis für herausragende gestalterische Leistungen im Handwerk.

Um am Deutschen Musikinstrumentenpreis teilzunehmen, reichen Musikinstrumentenhersteller aus ganz Deutschland ihre Instrumente in ein dreistufiges Auswahlverfahren des Instituts für Musikinstrumentenbau in Zwota ein: Musiker, allesamt Spezialisten auf ihrem Instrument und in renommierten Orchestern oder Ensembles aktiv, prüfen die Instrumente auf Bespielbarkeit, Klang und Ansprache. In die Beurteilung fließt ebenso das Preis-Leistungsverhältnis ein und die Instrumente müssen über den Handel oder beim Hersteller zu beziehen sein.

Weitere Infos: www.schwenk-und-seggelke.de