Im Juli letzten Jahres legten die Kammern gemeinsam mit der Stadt Bayreuth und der Uni Bayreuth ein Strukturprogramm auf, um den Verlust der Teilschließung der BAT in Bayreuth zielgerichtet abzufedern. V. l.: Rainer Beck, Geschäftsführer HWK, Thomas Zimmer, Präsident der HWK, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, Oliver Gießübel, Vizepräsident der IHK Bayreuth und Wolfram Brehm, Geschäftsführer der IHK Bayreuth.
Andreas Harbach
Im Juli letzten Jahres legten die Kammern gemeinsam mit der Stadt Bayreuth und der Uni Bayreuth ein Strukturprogramm auf, um den Verlust der Teilschließung der BAT in Bayreuth zielgerichtet abzufedern. V. l.: Rainer Beck, Geschäftsführer HWK, Thomas Zimmer, Präsident der HWK, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, Oliver Gießübel, Vizepräsident der IHK Bayreuth und Wolfram Brehm, Geschäftsführer der IHK Bayreuth.

Kabinett befürwortet Aktionsplan für Bayreuth

Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, freut sich über die Unterstützung

Bayreuth/Oberfranken (10. Januar 2017). Das Bayerische Kabinett hat am Dienstag das nach dem BAT-Aus verabschiedete Strukturprogramm für den Wirtschaftsstandort Bayreuth beraten.

„Besonders freuen wir uns, dass die bayerische Staatsregierung auch das Thema „Digitalisierung im Handwerk“ aufgreift und unsere bereits bestehenden Aktivitäten des „Kompetenzzentrums Digitales Handwerk“ ausweiten will“, so Präsident Thomas Zimmer in seiner ersten Reaktion. „Mit dem jetzigen Aktionsplan sind erste, wichtige Schritte für den Wirtschaftsstandort Bayreuth eingeleitet. Sie helfen die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu halten und weiter auszubauen.“

Vor allem hat sich auch unsere Anregung bewährt, so Zimmer weiter, zusammen mit den Akteuren vor Ort für die betroffenen Mitarbeiter ein umfassendes Sofortmaßnahmenpaket zu erarbeiten und neben einem ausgewogenen Sozialplan auch einen „Runden Tisch Bayreuth“ zu initiieren. Dieser besteht aus Personalexperten von BAT, Vertreter von IHK, HWK, der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth sowie der Bundesagentur für Arbeit und kümmert sich um die Vermittlung der BAT-Mitarbeiter an neue Arbeitgeber. Auch Weiterqualifizierungsmaßnahmen sollen angeboten werden. Gerade hier, so Zimmer, werden wir die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt unterstützen können.

Auch die Projekte „Inkubator/Innovationswerkstatt“ und „Regionales Innovationszentrum“ sind ein gutes und wichtiges Signal für die Region. „Wir freuen uns, dass die Bayerische Staatsregierung die Stadt und Region Bayreuth so schnell und effizient unterstützt und strategisch weiterentwickeln will“, so Zimmer weiter.

Ziel des Aktionsplanes ist es, die Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Gleichzeitig soll die Innovationsfähigkeit und -tätigkeit steigen und damit die Wettbewerbsposition des Wirtschaftsraumes Bayreuth gesichert werden.

Hintergrundinfo:

Nach der Entscheidung des BAT-Managements, die Zigarettenfertigung in Bayreuth einzustellen, haben die Stadt Bayreuth, die Universität Bayreuth, die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth und die Handwerkskammer für Oberfranken gemeinsam ein Konzept für ein Strukturprogramm für den Wirtschaftsraum Bayreuth erarbeitet und vorgestellt.