Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Ab dem 1. August 2014 kann der neue Beruf Kaufmann für Büromanagement ausgebildet werden.
Er wird zukünftig Deutschlands meistgewählter Ausbildungsberuf sein, der Branchen übergreifend
und in verschiedensten Unternehmensgrößen zur Fachkräftesicherung bereit steht. Er ist eine perfekte Einstiegsmöglichkeit für alle, die ihre berufliche Karriere mit einer breit und solide angelegten kaufmännischen Basis starten möchten.



Die drei bisherigen Berufe

- Bürokaufmann/ -frau
- Kaufmann/-frau für Bürokommunikation und
- Fachangestellte/-r für Bürokommunikation

werden zu diesem einzigen Beruf zusammengeführt.
Der neue, dreijährige Ausbildungsberuf wird insgesamt 10 Wahlqualifikationen enthalten, mit denen die Betriebe entsprechend ihres Leistungsprofils flexibel ausbilden können. Eine der Wahlqualifikationen kann unter bestimmten Voraussetzungen als Zusatzqualifikation geprüft werden. Die bisherige Zwischenprüfung wird künftig durch eine gestreckte Abschlussprüfung abgelöst.

Neue Ausbildungsberufsbezeichnung: Kaufmann/-frau für Büromanagement
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Inkrafttreten: 1. August 2014

Struktur und Aufbau der Ausbildungsordnung:

A. Berufsprofilgebende Qualifikationen („Kernqualifikationen“; verpflichtend für alle)
B. 10 Wahlqualifikationen (Schwerpunkt zweite Ausbildungshälfte, zwei sind auszuwählen)
C. Integrative Qualifikationen (sind während der gesamten Ausbildungsdauer zu erlernen)

Struktur des Rahmenlehrplans:

13 für alle identische Lernfelder, nach betrieblichen WQs wird nicht differenziert.
Zusatzqualifikation: Eine weitere, dritte WQ kann von leistungsstarken Auszubildenden als Zusatzqualifikation belegt und am Ende der Ausbildung abgeprüft werden.

Gestreckte Abschlussprüfung (Teil 1 und Teil 2):

Teil 1   (Informationstechnisches Büromanagement) findet Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Teil 2  (schriftliche Prüfung und Fachgespräch) findet am Ende des dritten Ausbildungsjahres statt.

Erprobungsverordnung:

Erprobt werden die gestreckte Abschlussprüfung sowie die Option der Zusatzqualifikation. Die Erprobungsverordnung gilt bis 2020 und könnte danach – mit ergänzenden Anpassungen, die aus einer bis dahin vorzunehmenden Evaluierung resultieren – in Dauerrecht überführt werden.

Aufgabenprofil und Arbeitsgebiet: Was tun Kaufleute für Büromanagement?

Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren bürowirtschaftliche sowie projekt- und auftragsbezogene Abläufe. Sie übernehmen Sekretariats- und Assistenzaufgaben, koordinieren Termine, bereiten Besprechungen vor und bearbeiten den Schriftverkehr. Dabei kooperieren und kommunizieren sie mit internen und externen Partnern, auch in einer fremden Sprache. Sie sind Profis in der Informationsverarbeitung, recherchieren Daten und Informationen und bereiten diese für Präsentationen auf. Sie bearbeiten Beschaffungsvorgänge, unterstützen bei personalbezogenen Aufgaben und wenden Buchungssysteme sowie Instrumente des Rechnungswesens an. Sie beachten dabei rechtliche Vorgaben, achten auf Datenschutz und Datensicherheit und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch.
Kaufleute für Büromanagement sind in Unternehmen, Betrieben und Institutionen unterschiedlicher Größe in der privaten Wirtschaft und im öffentlichen Dienst tätig. Sie unterstützen betriebliche Prozesse und bearbeiten daraus entstehende Fachaufgaben. PL.

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