Voller Showroom des KDH Schaufenster Süd: Bei der Veranstaltung ¿Mobiles und digitales Arbeiten im Handwerk" gab es viele Fragen an die Betriebe, die aus ihrem Praxiseinsatz berichteten.
HWK für Oberfranken
Voller Showroom des KDH Schaufenster Süd: Bei der Veranstaltung ¿Mobiles und digitales Arbeiten im Handwerk" gab es viele Fragen an die Betriebe, die aus ihrem Praxiseinsatz berichteten.

Mobiles und digitales Arbeiten im Handwerk

Schaufenster Süd des KDH mit praxisnaher Infoveranstaltung - Fazit: Bei Einführung Mitarbeiter frühzeitig einbinden

Bayreuth. Bei der Einführung einer Software zur mobilen Erfassung von Daten auf einer Baustelle braucht es Zeit und etwas Geduld. Das wurde bei der Informationsveranstaltung des Schaufensters Süd des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) unter dem Titel „Mobiles und digitales Arbeiten im Handwerk“ deutlich. Die Anwender von entsprechenden Softwarelösungen, die ihre Erfahrungen schilderten, hatten außerdem einen übergreifenden Tipp parat. „Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter bei der Umstellung von Beginn an mit“, sagten Michael Findeis, Geschäftsführer der Betonbohrerservice GmbH Nürnberg und Stefan Schiller, Geschäftsführer der Schiller Heizung-Sanitär GmbH Gesees unisono. Beide Unternehmer nutzen in ihren Betrieben die vorgestellte Software und konnten so tiefe Praxiseinblicke gewähren.

Bei der Infoveranstaltung, bei der über 50 Handwerker im Showroom des KDH Süd aufmerksam zuhörten und viele Fragen stellten, wurden zwei Software-Produkte vorgestellt. Thomas Wiesmann präsentierte die Plattform 123erfasst in einer Live-Vorführung und zeigte wie einfach und  intuitiv die Datenerfassung vor Ort geschehen kann. Die wichtigste und am häufigsten genutzte Anwendung ist die Zeiterfassung. Daneben können aber ebenso Tätigkeiten gebucht, der Geräteeinsatz geplant und kontrolliert, Fotos integriert und auch Notizen direkt hinterlegt werden. Für den sinnvollen Einsatz von 123erfasst ist  – wie bei allen anderen effektiven Systemen auch – eine Grundmenge an Stammdaten notwendig, die hinterlegt werden müssen. Und: Die Schnittstellen zu  Warenwirtschafts- und Buchhaltungsprogrammen sind zwar vorbereitet, müssen aber noch individuell angepasst werden.

Michael Findeis nutzt die Software 123erfasst nun seit gut zwei Jahren. Er beschränkt sich bei der Anwendung aber auf die Zeiterfassung. „Das System ist sehr umfangreich und flexibel, so dass es für jeden Betrieb genau angepasst werden kann.“ Für den Chef von 25 Mitarbeitern allerdings war die Zeiterfassung der erste wichtigste Schritt, um zum einen zum Beispiel schneller Rechnungen stellen zu können. Und zum anderen eine bessere Kontrolle über die tatsächlich geleistete Arbeitszeit vor Ort beim Kunden zu haben. Und: Durch den Überblick, welche Mitarbeiter wo arbeiten und wie weit deren Auftrag fortgeschritten ist, kann er auch flexibler auf aktuelle Situationen reagieren. Meldet beispielsweise ein Kunde, dass er schnellstmöglich noch ein Bohrloch braucht, kann ich schauen, ob ein Mitarbeiter in der Nähe ist und noch Zeit hat, diesen Auftrag zu erledigen.“

Bürokratie wird erleichtert

Mit der pds Service App, pds Zeit App und der pds Material App stellten Stefan Molter und Leon Gaier von hahn IT (Schwaig bei Nürnberg) eine weitere Softwarelösung für mobiles und effizientes Arbeiten im Handwerk vor. „Diese Apps versetzen den Mitarbeiter in die Lage, sich vor Ort auf seine Arbeit zu konzentrieren. Die mobile Software unterstützt ihn bei der Planung des Auftrags und erleichtert die Bürokratie“, erklärten Geschäftsführer Molter und Consultant Gaier, die die Zuhörer beispielhaft durch alle drei Apps führten. Die Vorteile der „zettellosen“ Abwicklung liegen dabei auf der Hand: schnellerer Informationsfluss, verbindliche Zeit- und Ortsangaben, Überblick über alle Einsätze und Monteure, kein Verlust von relevanten Angaben durch das Verlieren von Zetteln. Der Geschäftsführer von hahn IT gab den Handwerkern außerdem noch ein weiteres Benefit des mobilen Arbeitens mit auf den Weg. „Mit den mobilen Lösungen der pds Software werden nicht nur die Prozesse im Büro und auf der Baustelle vereinfacht, auch die Attraktivität der Arbeitgeber wird maßgeblich gesteigert.“

Dies bestätigte Stefan Schiller, Geschäftsführer der Schiller Heizung-Sanitär GmbH aus Gesees, der die pds Software seit drei Jahren in seinem Betrieb nutzt. „Vier unserer elf Monteure haben jetzt Tablets im Einsatz, drei weitere sind bereits in der Planung.“ Diese schrittweise Umstellung auf die mobile Datenerfassung sei auch dem Wissen geschuldet, dass die Mitarbeiter von dem System und dessen Nutzen erst überzeugt sein müssten. Stefan Schiller: „Ich würde immer dazu raten, bei der Einführung von mobilen Systemen die Mitarbeiter, die ja damit vor Ort arbeiten müssen, von Anfang in die Planung mit einzubeziehen.“

KDH-Projektleitern Johanna Erlbacher (links) und KDH-Mitarbeiterin Cornelia Bachstein (rechts) mit Michael Findeis, Thomas Wiesmann, Stefan Molter und Stefan Schiller (von links), den Referenten der Infoveranstaltung "Mobiles und digitales Arbeiten".
HWK für Oberfranken
KDH-Projektleitern Johanna Erlbacher (links) und KDH-Mitarbeiterin Cornelia Bachstein (rechts) mit Michael Findeis, Thomas Wiesmann, Stefan Molter und Stefan Schiller (von links), den Referenten der Infoveranstaltung "Mobiles und digitales Arbeiten".

Bayreuth, 14. September 2017

Ansprechpartnerin für Ihre Fragen zum KDH und zur Digitalisierung:

Dipl.-Ing. Johanna Erlbacher
Projektleiterin Kompetenzzentrum Digitales Handwerk

Tel. 0921 910-281
Fax 0921 910-45281
johanna.erlbacher--at--hwk-oberfranken.de

Ansprechpartnerin für die Medien:

Michaela Heimpel
Leitung Unternehmenskommunikation

Tel. 0921 910 166
Fax 0921 910-45166
michaela.heimpel--at--hwk-oberfranken.de

Mittelstand_Digital_Logo
Mittelstand-Digital



Logo_BMWi_klein_2017