Da war der Jubel groß: Tim Arnold und Jakob Distler (von links) krönten sich zum Weltmeister in ihrem Gewerk.
WorldSkills 2026Jakob Distler und Tim Arnold sind Weltmeister
Zusammenfassung
Jakob Distler und Tim Arnold siegen bei den WorldSkills in Shanghai und sind damit Weltmeister im Wettkampf der Beton- und Stahlbetonbauer. Sie setzen ein starkes Signal für das oberfränkische Handwerk und zeigen, dass sich hartes Training und passgenaue handwerkliche Arbeit auch auf internationaler Ebene auszahlen.
Pressemitteilung
28. September 2026
Shanghai/Oberfranken. Mit Jakob Distler und Tim Arnold haben zwei junge Handwerker aus Oberfranken bei der Weltmeisterschaft der Berufe in Shanghai – den sogenannten WorldSkills 2026 – einen herausragenden Erfolg gefeiert. Im Wettkampf der Beton- und Stahlbetonbauer holten sie Gold und verwiesen die Teams aus China und Österreich auf die beiden weiteren Podestplätze. Sie lieferten die beste Arbeit in ihrem Gewerk ab und setzten sich so gegen die starke und hochkarätige Konkurrenz aus aller Welt durch.
In einem Interview im Juli 2026 blickten sie noch mit viel Respekt auf ihre WM-Teilnahme in Shanghai: „Wir werden unser Bestes geben und legen uns eine Strategie zurecht, wie wir im Zweier-Team agieren“, sagten die beiden Beton- und Stahlbetonbauer aus Oberfranken. Das hat perfekt geklappt! Nun kehren beide als Weltmeister in ihrer Berufsdisziplin von den WorldSkills in Shanghai zurück. Die Freude dürfte auch in ihren Handwerksbetrieben riesengroß sein. Jakob Distler arbeitet bei der Walter Bauunternehmen GmbH in Ebermannstadt, Tim Arnold bei der C. Fuchs Bauholding GmbH in Wendelstein (Mittelfranken).
Doch der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Die beiden 20-jährigen gingen zwar schon bei den Deutschen und Bayerischen Meisterschaften als Sieger bzw. Zweiter hervor, ans Ausruhen dachten die beiden Freunde aus der Fränkischen Schweiz nach diesen Erfolgen jedoch nicht. Jede freie Minute investierten sie ins Training für diese WM, ob bei ihnen zuhause, in ihren Betrieben oder bei zentralen Trainingseinheiten der deutschen Nationalmannschaft in der Bauinnung Nördlingen.
Bis zuletzt haben sie sich gefragt: „War das Training ausreichend? Können wir unsere Leistung abrufen?“ Schließlich fand der Wettkampf nicht im ruhigen Kämmerlein, sondern vor einer riesigen Kulisse mit tausenden Zuschauern und Fans statt. „In einer solchen gigantischen Atmosphäre muss man sich erst einmal behaupten“, sagt auch Bundestrainerin Jule Janson. Entsprechend groß ist nun die Erleichterung bei Jakob und Tim. Beide sind verdammt stolz auf ihre Leistung. „Wir haben unser Bestes gegeben. Dass dies dann für Gold gereicht hat, ist natürlich sensationell.“
An vier Wettkampftagen vom 23. bis 26. September wartete „die Endstufe des Handwerks“ auf sie – wie beide sagen. Sie mussten komplexe Schalungen millimetergenau für die spätere Betonierung erstellen. Dies unter immensen Zeitdruck, immer mit vorgegebenem Material. Alle Ergebnisse wurden digital vermessen und auch die Betonierung musste am Schluss nicht nur exakt passen, sondern professionell aussehen. „Da kommt es auf jede einzelne Kante an“, schildert Jakob Distler die Herausforderung. Beide haben es mit ihrer professionellen Einstellung zum Titel geschafft und bringen eine Goldmedaille mit in ihre oberfränkische Heimat. Ihr Dank geht an alle ihre Ausbilder und Förderer, die sie auf dem bisherigen Weg begleitet haben. „Ohne diese Unterstützung wären wir nie so weit gekommen.“
Das Team Deutschland trat bei der Berufe-Weltmeisterschaft in Shanghai mit 36 Fachkräften in 31 Disziplinen an und konnte sich am Ende über zwei Mal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze sowie über 15 Exzellenzmedaillen für herausragende Leistungen freuen.