Martin Schöffel, Michaela Heimpel, Holger Grießhammer und Prinz Hubertus sitzen auf dem Podium.
HWK für Oberfranken/Frank Wunderatsch
Fanden Gemeinsamkeiten in der politischen Bewertung: Heimatstaatssekretär Martin Schöffel, MdL (links), der Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag, Holger Grießhammer (MdL) und Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (rechts) im von der Leiterin der Stabsstelle Kommunikation & Medien der HWK, Michaela Heimpel, moderierten Austausch.

Sommerempfang 2026Starke Impulse für mehr Zuversicht und Optimismus

Durchatmen, anpacken, loslegen – und dies am besten in einem engen Miteinander. Diese Botschaft sendet der Sommerempfang der Handwerkskammer für Oberfranken in der Alten Pakthalle in Coburg. Bei dem  Austausch mit mehr als 150 Teilnehmenden aus Politik, Wirtschaft, Handwerk und Gesellschaft überzeugt Seine Hoheit Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha mit differenzierten Positionen und seiner unternehmerischen Herangehensweise. Als Chef des Herzoglichen Hauses und Leiter der Stiftungsverwaltung hat er es sich zur Aufgabe gemacht, das Stiftungsvermögen und familiäre Erbe inhaltlich ins 21. Jahrhundert zu transformieren.

Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha gibt bei einem lockeren Talk einen kurzen Abriss der Familienhistorie, erklärt die aktuelle Konstellation und skizziert vor allem die Herausforderungen – die gerade wegen der traditionsreichen Historie des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha mitunter spezifisch sind. „Das Wirken unserer Vorfahren spielt bei Entscheidungen immer eine Rolle, das müssen wir im Blick haben. Zumal wir auf Grundlage der Stiftungssatzung von 1928 agieren.“ Allerdings gebe diese Grundlage mit nur 18 Paragrafen gleichzeitig eine gute Orientierung wie ausreichend große Freiheit, um das Familienmotto Treu und Beständig („fideliter et constanter“) auch heute umsetzen zu können. „Als Jurist bin ich tatsächlich begeistert, wie viele Aspekte mit so wenig Festlegungen geregelt werden können.“  

Sowohl in der Immobilienverwaltung als auch bei der Forstwirtschaft setzt der Chef des Herzoglichen Hauses auf nachhaltige Ansätze. „Ich persönlich bin überzeugt, dass es heute einen ökologischen Weg braucht. Unabhängig aber von meiner persönlichen Einstellung ist es auch unsere einzige  Chance, den Betrieb langfristig zu erhalten und betriebswirtschaftlich sinnvoll zu führen.“ Daher appelliere er an alle, ein bisschen aus den persönlichen politischen Ecken herauszukommen und Abstand von ideologisch geprägten Reaktionen zu nehmen. „Wir müssen zumindest wieder dazu kommen, uns auf sachlicher Basis über Themen miteinander auszutauschen.“

Dies gilt auch für die Diskussionen über die vor der parlamentarischen Sommerpause des Bundestags verabschiedeten Reformvorhaben. Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha: „Bei weitem nicht jedes Detail finde ich gut. Das geht aber allen so. Wir sollten diese Regelungen jetzt daher als Grundlage nehmen und einfach loslegen.“ Damit findet er die Zustimmung beim Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Martin Schöffel, und dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Landtag, Holger Grießhammer, mit denen er beim Sommerempfang in den Austausch geht. Schöffel bezeichnet die schnelle Umsetzung des Reformpaketes als wichtig, „denn ein essenzieller Punkt darin ist die stärkere Förderung der Leistungserbringer in der Gesellschaft“. Grießhammer lenkt den Blick zudem auf den Fachkräftemangel, der Zukunftsthema bleiben werde. „Das Handwerk wurde über lange Zeit schlechtgeredet. Das müssen wir korrigieren und zudem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben wieder mehr schützen und wertschätzen.“

Mit dem Chef des Herzoglichen Hauses finden Grießhammer und das gesamte oberfränkische Handwerk einen überzeugten Befürworter des Handwerks. „Wir haben hier tolle Betriebe, die ihr Handwerk mehr als nur verstehen“, betont Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha. „Ich bin zudem davon überzeugt, dass das Handwerk in den notwendigen Transformationsprozessen große Chancen hat und eine herausragende Rolle spielen wird.“



Festgefahrene Denkmuster aufbrechen

Der Hauptgeschäftsführer der HWK, Reinhard Bauer, wertet den Sommerempfang als großen Erfolg: „Wir haben mit einem inspirierenden Abend unsere Ziele erreicht. Es ist meines Erachtens  gelungen, festgefahrene Denkmuster aufzubrechen, wichtige Impulse für unser zukünftiges Wirtschaften zu geben und dabei Zuversicht zu verbreiten.“

HWK-Präsident Matthias Graßmann sieht die große Präsenz regionaler Partner beim Sommerempfang als starkes Zeichen der Unterstützung für das oberfränkische Handwerk. „Ich bin dankbar, dass so viele Gäste unserer Einladung in die Alte Pakethalle gefolgt sind. Nur gemeinsam bringen wir die Region voran.“ Damit weiß sich Graßmann in Einstimmung mit Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, der mit Begeisterung in Oberfranken und Deutschland lebt. „Lassen Sie uns das, was wir in unserer Heimat haben, nicht schlechter machen als es ist. Ich bin viel in Europa und der Welt unterwegs, würde aber nirgendwo anders leben wollen. Wir haben ein tolles Land!“



Eindrücke vom Sommerempfang:

Coburg, 16. Juli 2026



  

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