Rund 270 neue Meisterinnen und Meister feierten in der Oberfrankenhalle in Bayreuth ihren Meistertitel.
Meisterfeier 2026Weltklasse-Biathlet würdigt Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister
Die Handwerkskammer feiert und ehrt in der Bayreuther Oberfrankenhalle rund 270 Jungmeisterinnen und Jungmeister für ihre bestandene Meisterprüfung. Als Ehrengast mit dabei: Weltklasse-Biathlet und Olympia-Medaillengewinner Benedikt Doll.
Die Meisterschulen an der HWK zeigen zudem seit Jahren beständigen Zulauf: Kurse in einigen Gewerken sind bereits bis 2029 ausgebucht.
Bildergalerie zur Meisterfeier
Pressemitteilung
19. September 2026
Bayreuth/Oberfranken. Die Handwerkskammer für Oberfranken feiert und ehrt ihre frischgebackenen Meisterinnen und Meister in der Oberfrankenhalle in Bayreuth. Das tut sie mit prominenter Unterstützung. Zu Gast ist Biathlon-Weltmeister und Olympiamedaillen-Gewinner Benedikt Doll, der nach seiner aktiven Karriere als Leistungssportler 2024 eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik begonnen hat – und im Sommer seine Zwischenprüfung ablegte. Er zeigt sich als überzeugter Handwerker. „Es macht mir richtig Spaß und macht mich sehr zufrieden.“ Auch er hat das Ziel Meistertitel. „Ein Handwerksmeister zu sein, sich Meister nennen zu dürfen – das hat für mich schon echtes Gewicht und ist etwas ganz Besonderes.“
Neben dem Weltklasse-Biathleten war mit dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, MdL, ein weiteren Ehrengast der Einladung der HWK gefolgt. Er gratuliert den frischgebackenen Meisterinnen und Meistern und spricht ihnen seinen Respekt aus: „Ihr tolles Engagement, Ihr fachliches Können und die Leidenschaft für Ihren Handwerksberuf ist vorbildlich für viele andere und ein Grundpfeiler für eine funktionierende oberfränkische und bayerische Wirtschaft.“ Als ausgebildeter Architekt und für die bayerische Umweltpolitik zuständiger Minister hob er die herausragenden Perspektiven – quasi mit Jobgarantie und sicherem Einkommen – für die nachkommende Führungsriege im Handwerk hervor.
Rund 1.400 Gäste feiern in der Bayreuther Oberfrankenhalle mit den Jungmeisterinnen und Jungmeistern 2026, die die Meisterschulen der HWK für Oberfranken in insgesamt 21 unterschiedlichen Gewerken erfolgreich absolviert haben. Sie sind begeistert von der authentischen Unterstützung des ehemaligen Spitzensportlers Benedikt Doll, der 2024 sein Gewehr und somit seine Sportlaufbahn an den Nagel hängte, um sich seiner zweiten Karriere im Handwerk zu widmen. Der Ex-Biathlet gibt nicht nur Einblicke in seine Sportler-Laufbahn, sondern erzählt auch von seinem Weg in die Ausbildung. „Das Handwerk hat mich schon immer begeistert, trotzdem habe ich erst an ein Studium gedacht.“ Nach einem Praktikum in einem Betrieb für technische Gebäudeausrüstung hat Doll sich dann für die Ausbildung entschieden. „Es war eine Bauchentscheidung, das Ziel Meister werden zu können, hat sich für mich richtiger angefühlt.“ Und weiter: „Ich möchte auf jeden Fall auch Handwerksmeister werden. Da seid ihr mir ja schon einen Schritt voraus, aber die vielen stolzen Gesichter, die ich heute sehe, motivieren mich noch stärker dazu“, wendet sich Doll direkt ans Publikum.
Meisterschulen zum Teil bis 2029 ausgebucht
Im Jahrgang 2025/2026 haben insgesamt 408 Prüflinge die Meisterschulen der HWK erfolgreich absolviert, rund 270 von ihnen haben ihren Meisterbrief bei der Meisterfeier der HWK persönlich entgegengenommen. Gesondert ausgezeichnet wurden zudem die Prüfungsbesten der verschiedenen Gewerke. Eine ganz besondere Leistung gelang der Raumausstattermeisterin Katharina Roth aus Unterfranken. Sie schloss alle vier Teile der Meisterprüfung mit einer eins vor dem Komma ab.
Bildergalerie der Prüfungsbesten
Die erfolgreichen Jungmeisterinnen und Jungmeister der HWK für Oberfranken kommen aus allen bayerischen Bezirken, aber auch aus elf weiteren Bundesländern. Ein Teilnehmer ist gar aus Kanada für den Besuch der Meisterschule für Land- und Baumaschinenmechatronik angereist, ein frischgebackener Schreinermeister stammt zudem aus Spanien. „Wir verzeichnen seit Jahren einen Run auf unsere Meisterschulen. In einigen Gewerken sind die Kurse bereits bis 2029 ausgebucht“, freut sich der Hauptgeschäftsführer der HWK für Oberfranken, Reinhard Bauer, über den Erfolg des Qualifizierungsangebots. Ihm ist die Würdigung des bestens ausgebildeten Nachwuchses und damit die große Meisterfeier wichtig: „Wir wollen unseren Jungmeisterinnen und Jungmeistern zeigen, wie stolz wir auf sie sind und ihnen vermitteln, dass sie selbst stolz auf sich sein können. Und dies auch in die Öffentlichkeit tragen.“
Für den Präsidenten der oberfränkischen Kammer, Matthias Graßmann, ist diese hohe Nachfrage nach dem Meisterbrief nicht nur ein Zeichen der guten Qualität der Meisterschulen an der HWK, sondern auch ein Beleg dafür, dass die Qualifizierung zum Meister und zur Meisterin weiter an Attraktivität gewinnt. „Der Meistertitel ist in diesen unruhigen Zeiten das sicherste Wertpapier und die sicherste Investition in die Zukunft, die aktuell zu haben ist.“