Stempel mit Schwarzarbeit vor einer Baustelle
iStock/Wolfgang Filser

BetriebsprüfungWiederholte Betriebskontrollen: erste Effekte stellen sich ein


Zusammenfassung



Beim bundesweiten Aktionstag gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung kontrollieren die HWK für Oberfranken und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt insgesamt neun Betriebe im Friseur- und Kosmetikhandwerk in Bamberg, Kronach und Lichtenfels. Das Ergebnis: Es wurden nur einzelne Fälle von fehlenden oder nicht unmittelbar vorliegenden Nachweispapieren festgestellt.  






Pressemitteilung

5. Oktober 2026



Oberfranken. Diesmal bundesweit: Nach mehreren gemeinsamen Kontrollen in Oberfranken hat sich die Handwerkskammer gemeinsam mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Schweinfurt auch an einem bundesweiten Aktionstag gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung mit rund 2.200 Einsatzkräften beteiligt. Schwerpunkt waren die Arbeitsverhältnisse im Friseur- und Kosmetikgewerbe, in Oberfranken wurden in diesem Rahmen neun Betrieben gezielten Kontrollen unterzogen.

Für den Hauptgeschäftsführer der HWK, Reinhard Bauer, sind die gemeinsamen Betriebskontrollen ein wichtiger Teilaspekt in der Ausübung des Handwerksrechts. Denn: „Wir sind selbstverständlich daran interessiert, dass sich alle Betriebe im gesetzlichen Rahmen bewegen. Dafür sind die stichpunktartigen und vor allem wiederholten Kontrollen wichtig.“ Zudem sorgten diese nicht nur für gleiche Wettbewerbsbedingungen, sondern auch für Sicherheit für Kunden. „Sie dürfen zurecht eine meisterliche Qualität und eine ordentliche Auftragsabwicklung erwarten – dies wird auch durch die Kontrollen sichergestellt.“ Daher initiiere die HWK immer Betriebsüberprüfungen, da sie diese alleine nicht durchführen darf.

Die Handwerkskammer für Oberfranken unterstützt die Ermittlungsbehörden bei derartigen Betriebsüberprüfungen insbesondere bei handwerklichen Fragestellungen hinsichtlich der betrieblichen Voraussetzungen. Nachdem auf Initiative der HWK in den vergangenen Jahren bereits gemeinsame Kontrollen in der Stadt Bayreuth, im Raum Bamberg und Forchheim (samt Nachkontrolle) und in Kronach stattgefunden haben, zieht Andreas Pecher, stellvertretende Leitung der Abteilung Recht (Handwerks- und Gewerberecht) bei der HWK, ein positives Fazit: „Offensichtlich tragen die regelmäßigen und teilweise auch verschärften Kontrollen dazu bei, dass die Inhaber der Handwerksbetriebe stärker darauf achten, die gesetzlichen Vorgaben korrekt einzuhalten. Grobe Verstöße werden deutlich weniger.“



2.200 Einsatzkräfte bundesweit, 15 in Oberfranken

An dem bundesweiten Aktionstag wurden von dem Team in Oberfranken in Bamberg, Kronach und Lichtenfels diesmal nur einzelne Fälle von fehlenden oder nicht unmittelbar vorliegenden Nachweispapieren festgestellt. Dabei handelte es sich unter anderem um Unterlagen zu Beschäftigungs- und Arbeitsberechtigungen sowie Arbeitszeit- und Stundennachweise.

Die gemeinsamen Kontrollen dienen in erster Linie dazu, in den entsprechenden Gewerken faire Wettbewerbsbedingungen für alle Betriebe und ordnungsgemäße Beschäftigungsverhältnisse zu gewährleisten. „So werden die Unternehmen geschützt, die ihre gesetzlichen Pflichten vorbildlich erfüllen. Und selbstverständlich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gewerken“, betont Pecher. Entsprechend plant die HWK weitere Kontrollen nicht nur fest ein, sondern auch, diese auf weitere Gewerke, insbesondere auf das Bau- und Ausbauhandwerk, auszuweiten.