Im Mittelstand 4.0_Mobil ließen sich die Teilnehmer des Digitalisierungstages in virtuelle Planungstools einführen.
Ronald Rinklef
Im Mittelstand 4.0_Mobil ließen sich die Teilnehmer des Digitalisierungstages in virtuelle Planungstools einführen.

Von Small talk bis zu BIG DATA, von Mobilität bis zur Sicherheit

Digitalisierungstag für das oberfränkische Handwerk vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) und der HWK für Oberfranken

Bamberg/Oberfranken. Augmented Reality-Anwendungen und Bratwursthotel, offene im Internet einsehbare Systeme und rechtliche Fallstricke bei Social Media-Aktivitäten, Cyber-Sicherheit und Suchmaschinenmarketing – der 2. Digitalisierungstag des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) und der Handwerkskammer für Oberfranken zeigte die ganze Bandbreite der Themen auf, die mit der Digitalisierung des Handwerks einhergehen. Der Fachtag mit Vorträgen, Workshops, Demonstrationen und einer Ausstellung zog am bundesweiten Tag des Handwerks im IGZ in Bamberg rund 120 Handwerkerinnen und Handwerker ins IGZ nach Bamberg.

Der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, an der das Schaufenster Fertigung und Automatisierungstechnologien des KDH angesiedelt ist, skizzierte in seiner Begrüßung die Unterschiede, die im Handwerk im Bereich der Digitalisierung vorhanden sind. „Häufig sind wir bei Werkzeugen und Technologien, die wir für unsere tägliche Arbeit benötigen, vorne bei den Entwicklungen dabei“, sagte Thomas Zimmer. Aber innerhalb des Betriebs die eigenen Prozesse und Abläufe, die Verwaltung und Automatisierung anzugehen – dafür fehle vielfach die Zeit oder der finale Anstoß.

Gut 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten den Digitalisierungstag des KDH und der HWK für Oberfranken, um sich kompakt über die wichtigsten Themen zu informieren.
Ronald Rinklef
Gut 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten den Digitalisierungstag des KDH und der HWK für Oberfranken, um sich kompakt über die wichtigsten Themen zu informieren.

Anstöße bot der Digitalisierungstag den Besuchern reichlich. Bei den Vorträgen ging es sowohl um konkrete Praxisanwendungen als auch um rechtliche und technische Grundlagen. „Erfolgsrezept Internet – small talk statt BIG DATA“ hat Metzgermeister Claus Böbel (Rittersbach) seine Präsentation überschrieben und er setzte klar einen Kontrapunkt zu gängigen Webkonzepten. „Ich habe zwar einen Webshop und natürlich muss der, wie auch die Webseite funktionieren. Ich investiere aber nicht in Advertising oder Optimierung. Ich investiere online und in den Social Media lieber Zeit und Persönlichkeit.“

Wie diese Investition rechtssicher abzuwickeln sind, ergänzte Rechtsanwältin Sabine Reimann vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover. Sie  zeigte die wichtigsten rechtlichen Fallstricke auf, gab den Teilnehmer vor allem aber auch Tipps und Tricks für die praktische Umsetzung an die Hand, in welchem Rahmen man sich als Unternehmen bewegen könne. Ihr wichtigster Appell: „Sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass die Mitarbeiter nicht ihr privates Handy für dienstliche Zwecke nutzen.“

Um Sicherheit anderer Art und um Lücken, die sich Angreifern bieten, ging es in den Vorträgen von Peter Danil vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und von Immanuel Bär von der ProSec GmbH. Danil stellte vor allem den vom BSI und ZDH (Zentralverband des deutschen Handwerks) erstellten Routenplaner vor, der Handwerksbetriebe Anleitungen gibt, wie sie systematisch zu einem IT-Grundschutz gelangen. Danil: „Wenn Sie sich für eine für Sie passende Route mit dem entsprechenden Einstiegszenario entscheiden haben, führt Sie diese Route durch den gesamten, notwendigen Prozess.“ Warum eine Investition in Cyber- und IT-Sicherheit Sinn macht, machte wiederum Berufshacker Immanuel Bär plastisch deutlich. „Ganz wichtig ist, dass jeder von Euch versteht, dass auch Eure Daten, die Ihr selbst vielleicht gering schätzt und als nicht in Gefahr, für Cyber-Kriminelle von Interesse sind. Weil sie damit sehr gute Geschäfte machen können.“

Mobile Endgeräte: mehr als Smartphone und Tablet

Den Reigen der Vorträge, die parallel zu den Workshops und einer Fachausstellung angeboten wurden, schloss Rainer Holtz ab, der am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Inforationstechnik (BFE) in Oldenburg Projektleiter des KDH-Schaufensters Informations- und Kommunikationstechnologien ist. Er weitete den Blick dafür, dass längst nicht nur Smartphones und Tablets zu mobilen Endgeräten gehören. Sondern auch VR- (Virtuell Reality) oder AR-Brillen (Augmented Reality) und deren Anwendungen, die vor allem den Kunden einen Nutzen bieten. „Es ist schlicht etwas ganz anderes, ob der Kunde die Fliesen für sein Bad anhand einer Musterfliese aussuchen soll, oder ob er dank der AR-Technologie sehen kann, wie sein künftiges Bad mit dieser Fliese aussehen wird.“

Workshop statt Vortrag oder Fachausstellung: Intensives Auseinandersetzen mit Google, den Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung und Google Ads.
Ronald Rinklef
Workshop statt Vortrag oder Fachausstellung: Intensives Auseinandersetzen mit Google, den Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung und Google Ads.
Anderer Ansatz, anderer Vortrag: Metzgermeister Claus Böbel sieht dank Internet und Social Media die Möglichkeit, Menschen auf der ganzen Welt zu Kunden zu machen. Er setzt dabei auf small talk.
Ronald Rinklef
Anderer Ansatz, anderer Vortrag: Metzgermeister Claus Böbel sieht dank Internet und Social Media die Möglichkeit, Menschen auf der ganzen Welt zu Kunden zu machen. Er setzt dabei auf small talk.

Bamberg, 20. September 2019



 Ansprechpartner/in

für das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) an der HWK für Oberfranken:

Dipl.-Ing. Johanna Erlbacher
Abteilungsleiterin

Tel. 0921 910-281
Mobil 0151 54753392
Fax 0921 910-45281
johanna.erlbacher--at--hwk-oberfranken.de

Oliver Eismann
Technischer Berater

Tel. 0921 910-168
Fax 0921 910-45168
oliver.eismann--at--hwk-oberfranken.de



für die Medien:

Michaela Heimpel
Leitung Unternehmenskommunikation

Tel. 0921 910 166
Fax 0921 910-45166
michaela.heimpel--at--hwk-oberfranken.de



 Downloads

Hier finden Sie in Kürze die Präsentationen des Digitalisierungstags, die seitens der Refrenten zur Veröffentlichung freigegeben wurden



 Weitere Informationen

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) ist ein bundesweites Projekt. Ein Schaufenster des KDH mit dem Schwerpunkt Fertigung und Automatisierungstechnologien ist an der HWK für Oberfranken angesiedelt.

Hier finden Sie die Links zu unseren Referenten und Partnern des Digitalisierungstags:

www.handwerkdigital.de

igzbamberg.de

www.bsi.bund.de

umdiewurst.de 

www.prosec-networks.com/

www.mitunsdigital.de/

kompetenzzentrum-augsburg-digital.de/mobil/



Mittelstand_Digital_Logo
Mittelstand-Digital

Logo_BMWi_klein_2017

Grid sm-6