Visualisierung des geplanten Bildungszentrums Bamberg als Luftaufnahme
Schwinde Architekten Partnerschaft

Vollversammlung 2026/IAusschreibungen gestartet, Finanzierung steht

Die Vollversammlung der Handwerkskammer für Oberfranken hat in ihrer Sitzung in Thurnau die Finanzpläne für das größte Bauvorhaben in der Kammergeschichte gebilligt. Nach aktuellem Stand leisten Bund und das Land Bayern gemeinsam knapp 48,42
Millionen Euro Fördermittel, entsprechend verbleibt bei der HWK ein Eigenanteil von 21,75 Millionen Euro. Abgerechnet werden muss hiervon allerdings der Erlös, den die Kammer bei einem späteren Verkauf des alten BZ-Grundstücks einnehmen wird. Zudem zeigte sich HWK-Präsident Matthias Graßmann optimistisch: „Wir haben berechtigte Hoffnung, dass der Freistaat
sich noch mit zusätzlichen Mitteln engagieren wird.“

Dieser Optimismus geht auf das Engagement der Regierung von Oberfranken unter ihrem Präsidenten Florian Luderschmid zurück. Er versprach in seinem Grußwort jede Möglichkeit weiterer Förderungen zu prüfen und in München möglichst viel herauszuholen. Hintergrund ist, dass der Freistaat Bayern Bauauflagen wie beispielsweise Photovoltaik macht, der Bund diese aber nicht fördert. Außerdem debattiert auch der Stiftungsrat der Oberfrankenstiftung, dessen Vorsitzender der Regierungspräsident ist, wie sie das Bildungsprojekt der Kammer unterstützen kann.

Derweil hat die HWK bereits eine zukunftssichere Finanzierung vorbereitet. Die laut Förderbescheid notwendigen Eigenmittel für den Neubau stemmt sie aus eigener Kraft. „Wir sind dazu in der Lage, da wir in den vergangenen Jahren bereits in Vorleistung gegangen sind, mit der eigens eingerichteten, zweckgebundenen Rücklage schon Mittel angespart haben und dieser Rücklage bis 2030 kontinuierlich jedes Jahr rund zwei Millionen Euro zuführen werden“, berichtete der für Finanzfragen zuständige Geschäftsführer der HWK, Prof. Dr. Sebastian Serfas. Diese Zuführung geht auf einen Vollversammlungs-Beschluss aus dem Herbst 2024 zurück.

Dennoch setzt die Handwerkskammer auf weitere Vorsorge und Sicherheit. „Bei Bauprojekten dieser Größenordnung gibt es immer Risiken, die wir im Blick haben müssen“, erläuterte HWK-Geschäftsführer Rainer Beck. Er hat die Projektleitung für die Investition inne. So habe man vorsorglich eine Baukostensteigerung abgeschätzt, die – legt man den Baupreisindex der
vergangenen Jahre an – rund 8,4 Millionen Euro betragen könnte. Zudem gebe es eine fortlaufende Risikobewertung, die quartalsweise aktualisiert wird. „Wir wollen mögliche Risiken vorab identifizieren, bewerten und damit im Blick haben“, so Beck. Dies könnten Lieferausfälle sein, Bauverzögerungen oder etwa der Ausfall von beauftragten Bauunternehmen während der
Bauzeit. Stand Ende April umfasst diese Risikoreserve rund 9,2 Millionen Euro.

Um während des Bauprozesses jederzeit reagieren zu können, hat die Vollversammlung der HWK entsprechend einen Kreditrahmen von maximal 15 Millionen Euro bewilligt. Professor Dr. Serfas: „Durch diese Bewilligung sind wir in der Lage, die seriöse Finanzierung des gesamten Projekts mit allen aktuell bekannten Risiken sicherzustellen und können jederzeit kurzfristig auf Veränderungen reagieren.“

Thurnau, 29. Juni 2026



 

Kontakt für Presse- und Medienanfragen



Telefon: 0921 910-166

E-Mail: medien@hwk-oberfranken.de





 

Weiterführende Informationen

Mehr zum Bauprojekt der Handwerkskammer erfahren Sie unter Das neue Bildungszentrum Bamberg.