Freuen sich über den Publikumspreis beim Bratwurstgipfel (von vorne links bis vorne rechts): Jonas, Mutter Sonja, Lena, Bernd und Anina Wunderlich
Fränkischer BratwurstgipfelHauptpreis mit Strahlkraft
Die beliebtesten Bratwürste kommen aus Oberfranken: Das ist das Votum der über 10.000 Besucherinnen und Besucher des Fränkischen Bratwurstgipfels. Denn sowohl mit der klassischen Bratwurst als auch der kreativen Variante sicherte sich die Metzgerei Wunderlich aus Kirchenlamitz den Publikumspreis bei der Veranstaltung im Wiesweiherpark in Pegnitz.
Den Gesamtsieg – hier wertet die Jury – holte sich wieder die Metzgerei Freyberger aus Nürnberg, die den Titel Bratwurstkönig bereits mehrmals erringen konnte. „Aber der Publikumspreis ist für uns sowieso der Hauptpreis“, lacht Metzgermeister Jonas Wunderlich, der die Bratwürste gemeinsam mit seiner Schwester Anina und Vater Bernd kreiert hat.
Besonders die kreative Bratwurst der Metzgerei, der „Franken Hot Dog“, begeisterte die Besucherinnen und Besuchern. „Wir wollten den Hot Dog in Bratwurstform in Franken neu aufleben lassen“, erklärt Jonas Wunderlich. Die Idee dahinter: Der Hot Dog sei beim Essen klassisch ja immer eine „große Sauerei“. Die Lösung der Metzgermeisterin und der beiden Metzgermeister: die typischen Hot-Dog-Zutaten wie Sauerkraut, Röstzwiebeln und Karotten integrierten sie direkt in die Bratwurstmasse.
Kreativität trifft Handwerk: Jonas und Anina Wunderlich zeigen ihren Franken Hot Dog.
Publikumspreis macht Franken Hot Dog zum Verkaufsschlager
Die ungewöhnliche Kombination kommt gut an: Nicht nur auf dem Bratwurstgipfel fand der „Franken Hot Dog“ zahlreiche Fans. „Inzwischen wollen sogar Wirtshäuser bei uns im Ort den Franken Hot Dog mit auf ihre Speisekarte nehmen“, erzählt der 28-Jährige stolz. Und im Laden gebe es seit dem Bratwurstgipfel einen großen Kundenansturm auf die siegreiche Bratwurstkreation.
Jonas Wunderlich hofft, dass der Bekanntheitsschub durch den Bratwurstgipfel junge Menschen dazu motiviert, ins Metzgerhandwerk einzusteigen – so wie er es und seine Schwester Anina getan haben. Beide legten im vergangenen Jahr gemeinsam ihre Meisterprüfung ab und wollen den Familienbetrieb später übernehmen Sein Appell an Jugendliche: „Metzger zu sein ist einfach ein kreativer und geiler Beruf!“
Drei Generationen im Familienbetrieb
Im Familienbetrieb Wunderlich arbeiten aktuell drei Generationen Hand in Hand: Jonas und seine Schwester Anina, Vater Bernd sowie auch Großvater Christoph, der mit seinen 83 Jahren noch immer bei der Herstellung von Schaschlik mithilft.
Anina und Jonas Wunderlich stellen dabei die Zukunft der Metzgerei sicher. Beide sind bereits als Kinder und Jugendliche mit dem Handwerk aufgewachsen – Jonas etwa beim Versorgen der Schweine und am Bratwurststand, Anina vor allem im Verkauf. Der Kundenkontakt begeistert Anina (24) auch heute noch an ihrem Beruf: „Den Kundinnen und Kunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, das ist einfach ein unvergleichbares Gefühl!“
In Zukunft wollen die beiden auch den Familienbetrieb übernehmen. „Unseren Betrieb gibt es schon 200 Jahre“, betont Jonas Wunderlich. „Da wären wir ja blöd, wenn wir ihn nicht weiterführen würden!“
Pegnitz, 27. Mai 2026