Der Natursteinbetrieb ist auch nach 100 Jahren noch in Familienhand.
Kurt Speer GmbH & Co. KG : Gründung 1925Individuelle Ideen in Stein gemeißelt
Bereits im Jahr 1924 gründete Kurt Speer sein Unternehmen als reinen Grabsteinbetrieb in Coburg. Heute, 100 Jahre später, wird der Fachbetrieb für Natursteinarbeiten von Siegfried Speer in vierter Familiengeneration geführt. In der langen Geschichte der Handwerkerfamilie hat sich viel entwickelt – am Material, bei den Tätigkeitsbereichen und im Maschinenpark. Geblieben ist aber die Begeisterung der Familie Speer zur vielfältigen kreativen und gestalterischen Arbeit. „Wir lieben es und leben davon, die unterschiedlichen Ideen unserer Kunden zu verwirklichen und in Stein zu meißeln“, beschreibt Geschäftsführer Siegfried Speer die Philosophie des Steinmetzbetriebes
Heute steht die Kurt Speer GmbH & Co. KG für die individuelle und detaillierte Beratung und setzt dabei auf die langjährige Erfahrung in der Steinbearbeitung. „Es macht mich unheimlich stolz, die handwerkliche Geschichte meiner Vorfahren weiterzuschreiben“, erklärt der 58-jährige Steinmetz- und Steinbildhauermeister. Stolz ist er aber auch darauf, dass seine beiden Söhne Jonas und Julian als staatlich geprüfte Steintechniker beziehungsweise Restaurator bereits fest in die Betriebsführung integriert sind. Die zukünftige Weiterführung des Unternehmens ist gesichert.
Ungeheure Vielfalt
Über die Jahrzehnte hinweg haben sich die Aufgabenschwerpunkte deutlich erweitert. Von der reinen Grabsteinherstellung hin in den Baubereich. Bodenbeläge, Treppen, Bäder und Gartenbrunnen aus Naturstein gehören längst zum festen Repertoire der Firma. Hinzu kommen viele Restaurationsaufträge, um alten Steinen zu neuem Glanz zu verhelfen. Das Spektrum der Tätigkeiten ist sehr vielfältig. „Wir gehören zwar zu den ältesten Gewerken auf der Welt. Dies bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht weiterentwickelt haben“, blickt Siegfried Speer zurück. „Dort, wo früher harte körperliche Arbeit gefordert war, helfen uns heute modernste Maschinen. Neue Trends wie die verstärkte Nachfrage nach regionalem Gestein, das möglichst in natürlicher Optik erscheinen soll, sorgen dafür, dass wir mit unserem Betrieb sehr breit und somit krisensicher aufgestellt sind.“
Aus alt mach neu: Restaurationen sind ein Aufgabenschwerpunkt.
„Etwas für die Ewigkeit“
Damals wie heute gelten bei Speer Natursteine hohe Qualitätskriterien. Ziel ist es, bei jedem Kundenauftrag exklusive, funktionelle, vor allem aber langlebige Produkte zu erstellen. Jede fertiggestellte Arbeit ist ein Unikat. Siegfried Speer:„Bei uns gibt es keine Serienfertigung wie in der Industrie. Alles ist individuell. So erschaffen wir täglich etwas für die Ewigkeit.“ Die Berufsperspektiven und die Geschäftsaussichten stehen also auch nach 100 Jahren nicht schlecht. Dennoch macht dem Geschäftsführer eines Sorgen: Passende Auszubildende zu finden wird immer schwerer. „Früher hatten wir parallel drei Azubis. Heute wünsche ich mir“, so Speer, „ dass sich mehr junge Leute von unserem kreativen und so unheimlich vielfältigen Handwerk begeistern lassen.“
Früher war die Steinbearbeitung noch harte Arbeit.