Andreas und Georg Mager stolz neben ihren Maschinen.
HWK für Oberfranken
Sind stolz auf ihr hochmodernes Sudhaus: Andreas und Georg Mager (von links).

Brauerei Mager: Gründung 1774Mit Leib und Seele für ein gutes Bier

Die Familie Mager aus Pottenstein hatte in diesem Jahr gute Gründe zum Feiern: 250 Jahre besteht die Brauerei im Herzen des Ortes in der Fränkischen Schweiz; Brauerei und Gasthaus werden von Andreas Mager bereits in der siebten Generation geführt. Heute lenkt er, unterstützt von seinem Vater, Seniorchef Georg Mager, die Geschicke des Handwerksbetriebes. Beide blicken mit Stolz auf die langjährige Tradition der Brauerei und vor allem auf den familiären Zusammenhalt zurück. „Man muss schon mit Leib und Seele hinter seiner Arbeit stehen, damit ein Familienbetrieb über Jahrhunderte bestehen kann“, sagt Andreas Mager. „Das haben unsere vorangegangenen Generationen getan und das ist und bleibt auch unser Leitmotiv.“



In neue Technik investiert

Andreas und Georg Mager führen mit ihren Familien die lange Brautradition konsequent fort, mit der ihr Vorfahre Johann Mager im Jahr 1774 begonnen hat. Seither hat sich technisch, aber auch gesellschaftlich viel verändert. Dennoch halten die beiden Braumeister am handwerklich gebrauten Bier fest. Auch ihr Arbeitsplatz befindet sich seit 250 Jahren am gleichen Ort. Ebenso aus der Gründungszeit stammt das Logo oder die Bildmarke der Brauerei: ein Pferdefuhrwerk, beladen mit Bierfässern. „Damit wurde früher, als es noch keine Kühlschränke gab, das frisch gebraute Bier in einen nahegelegenen Felsenkeller zur Lagerung transportiert und zum Ausschank wieder zurück“, erzählt Georg Mager mit respektvollem Blick.

Die Brauerei Mager von früher.
Brauerei Mager
Mit einem Pferdefuhrwerk wurde früher das Bier in den Felsenkeller transportiert.

Heute bewegt sich der Betrieb am Puls der Zeit. Georg Mager übernahm die Brauerei im Jahr 1981 in einem ziemlich maroden Zustand. Es musste sehr viel renoviert werden. Sein Sohn Andreas kam nach Ausbildung und Meisterschule im Jahr 2008 zurück in den elterlichen Betrieb. Seitdem wurde regelmäßig investiert: in ein neues Sudhaus, weitere Lagertanks, eine Flaschenwasch- und eine neue Flaschenfüllmaschine. Damit produziert die Brauerei Mager heute über 2.500 Hektoliter Bier pro Jahr. Dazu kommen rund 1.000 Hektoliter Limonaden und Mineralwasser, hauptsächlich für Kunden im Umkreis von 50 Kilometern. Vater und Sohn halten dabei an ihrem Leitmotiv fest: „Je mehr Herzblut man in die Arbeit und Wert auf qualitative Rohstoffe legt, desto besser schmeckt das Bier.“ Und noch eines ist ihnen wichtig: die Zufriedenheit ihrer Stammkunden.



Regionale Vertriebsstrategie

In ihrer Brauerei produzieren sie fünf verschiedene Biersorten, die es das ganze Jahr gibt: Hell, Dunkel. Märzen, Pils und das Pottensteiner Schlückla. Dazu kommen mit dem Rotbier, dem Bartholomäusbier und dem Weihnachtsbier noch drei saisonale Spezialitäten. Vertrieben wird ihr Bier über den eigenen Gasthof, einige weitere Gasthöfe und Getränkemärkte in der Region. Zudem statten sie mit ihrem eigenen Zeltverleih zahlreiche Feste aus und auch dort fließt dann natürlich Mager-Bier aus dem Zapfhahn. Zwei Mal in der Woche starten sie mit ihrem Lkw zu ihrer Heimdienst-Tour und beliefern ausgewählte Kunden. „Gerade in der Coronazeit war dieser Service Gold wert fürs Geschäft“, sagt Andreas Mager. An eine weitere Vergrößerung des Betriebes denkt der Geschäftsführer momentan nicht: „Ich bin froh, wenn wir unseren Ausstoß so wie bisher halten können, denn so schaffen wir es, unsere Kunden voll zufriedenzustellen.“ Und wie soll es mit der Brauerei in Zukunft weitergehen? Der 38-jährige Brau- und Malzmeister hat da seine zwei Söhne im Blick. Er lächelt: „Ich hoffe, ich kann meine Begeisterung für das Brauerhandwerk auch an die achte Familiengeneration weitergeben.“

 

Ansprechpartner

Ulrich Förtsch

Mitarbeiter Kommunikation - Medien

Tel. 0921 910-186

Fax 0921 910-45186

ulrich.foertsch--at--hwk-oberfranken.de



 

Weiterführende Informationen

Mehr Informationen gibt es auf der Website von Brauerei Mager.