Digitalbonus
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"Für unsere Handwerker enorm wichtig"

Neue Mittel für den Digitalbonus Bayern noch in 2017 - Anträge können wieder gestellt werden

Bayreuth/München. Das Förderprogramm Digitalbonus Bayern erhält noch in diesem Jahr neue Mittel. Das hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer am heutigen Donnerstag, 6. Juli, in einer Regierungserklärung angekündigt. Für die Betriebe des oberfränkischen Handwerks heißt dies konkret: Sie können für die verschiedenen Digitalisierungsmaßnahmen in ihren Unternehmen wieder Anträge auf finanzielle Förderung stellen.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken, Thomas Koller, zeigte sich erleichtert über diese Entscheidung. „Wir haben bei unseren Betrieben, auch dank der Arbeit des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk bei uns an der HWK, sehr großes Interesse an der Digitalisierung. Daher ist der Digitalbonus, der sich ja speziell auf die kleinen und mittleren Unternehmen konzentriert, für unsere Handwerker enorm wichtig.“ Alleine über die Beratung an der HWK haben knapp 100 Betriebe einen Förderantrag im Rahmen des Programms Digitalbonus Bayern gestellt.

Die Aufstockung der Mittel für den Digitalbonus Bayern ist Bestandteil der zweiten Stufe der Zukunftsstrategie Bayern Digital, die bis ins Jahr 2022 reicht. Unter diesem Aspekt wird die Infrastruktur für ein flächendeckendes, schnelles Internet weiter ausgebaut, in die IT-Sicherheit investiert und zum Beispiel die digitale Bildung angestoßen. „Wir sind sehr froh, dass der Aspekt der digitalen Bildung Einzug in Bayern Digital II gehalten hat“, sagte der Präsident der HWK für Oberfranken, Thomas Zimmer. „Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass dabei auch die berufliche Bildung explizit genannt und aufgeführt wird.“ Gerade in der Berufsausbildung müssten schon jetzt die digitalen Zukunftstechnologien geschult werden.

Für Aufstockung plädiert

Die Verantwortlichen der Handwerkskammer für Oberfranken haben erst im Mai im politischen Dialog mit oberfränkischen Abgeordneten für eine Aufstockung der Mittel für den Digitalbonus noch in 2017 plädiert. Denn alleine in Oberfranken sehen 75 Prozent der Handwerker Auswirkungen der Digitalisierung auf das eigene Geschäftsfeld und wollen diese Chancen zu großen Teilen auch nutzen.

Bayreuth/München, 6. Juli 2017

Michaela Heimpel
Leitung Unternehmenskommunikation

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