Maßnahmen zum Gesundheitsschutz / Arbeitsschutz

Hier erhalten Sie Informationen zum Coronavirus allgemein, zu Infektionsschutz und wirksamen Maßnahmen zur Risikosenkung

Informationen zu der Testangebotspflicht für Arbeitgeber

Alle wichtigten Informationen zu der ab 20. April geltenden Testangebotspflicht lesen Sie hier.



Schnell- und Selbsttests

Wichtige Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests haben wir hier zusammengefasst: FAQ Schnelltests für Betriebe.



Welche Vorsorgemaßnahmen hat der Arbeitgeber zu ergreifen?

Folgende Hygienemaßnahmen hat der bayerische Gesetzgeber festgelegt:

  • Arbeitsschutz muss um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden.
  • Abläufe müssen so organisiert werden, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben.
  • Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern muss auch bei der Arbeit eingehalten werden - in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen.
  • Für zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sorgen und zusätzliche Hygienemaßnahmen vorhalten.
  • Hinweise im Betrieb anbringen, u.a. auf die Einhaltung von Hygienevorschiften (keine Begrüßung mittels Handschlags, häufiges Desinfizieren und Waschen der Hände, Husten- und Nieß-Etikette).


Welche Hygienemaßnahmen müssen Handwerksbetriebe einhalten?

Alle Handwerksbetriebe mit Kundenverkehr dürfen öffnen. Dabei muss nicht mehr unterschieden werden, ob der Betrieb nur handwerkliche Leistungen erbringt oder daneben auch Handel betreibt. Es gelten für alle Betriebe die gleichen unten dargestellten Hygieneanforderungen.

Folgende Hygienemaßnahmen hat der bayerische Gesetzgeber festgelegt
  • 1,5 m Abstand der Kunden zueinander
  • 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde. Wenn die Verkaufsfläche 800 qm überschreitet, 10 qm pro Kunde für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und 20 qm pro Kunde für die Verkaufsfläche über 800 qm.
  • Mund-Nasen-Bedeckung des Personals. Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen
  • SSchriftliches Schutz- und Hygienekonzept Schutz- und Hygienekonzept

Vereinzelt haben die jeweiligen Berufsgenossenschaften Hygienemaßnahmen geregelt, die über die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Anforderungen hinausgehen.



Zudem hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung veröffentlicht, die unter anderem Maßnahmen zur Kontaktreduktion im Betrieb und Regelungen zum Mund-Nasen-Schutz beinhaltet.



SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Regel dient der Konkretisierung der BMAS-Arbeitsschutzstandards. Ziel der Regel ist, die Gesundheit der Beschäftigten in der Zeit der SARS-CoV-2-Epidemie durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes wirkungsvoll zu schützen und den Betrieben bei der Umsetzung der pandemiebedingten Arbeitsschutzmaßnahmen mehr Rechtssicherheit zu geben, da der BMAS-Arbeitsschutzstandard nur reinen Empfehlungscharakter hat.



Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen

Als Orientierung zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen in Läden/Geschäften hat die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern eine Liste mit wichtigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zusammengestellt.



Checkliste zur Erstellung eines Hygienekonzepts

Das Gesundheitsministerium hat hierfür eine Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts herausgegeben.



Arbeitsschutzstandards für Friseure, Fußpflegebetriebe, Kosmetik- und Nagelstudios

Der Kunde muss seit der 4. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht tragen, wenn die Art der Leistung sie nicht zulässt. Damit ist es beispielsweise Kosmetikern und Friseuren erlaubt, gesichtsnahe Dienstleistungen durchzuführen und Friseuren, Bärte zu schneiden.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat Branchenstandards für Friseurbetriebe, für Kosmetikstudios  sowie für Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios entwickelt. Die Standards basieren auf dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Es wird dringend empfohlen die Anforderungen dieser Branchenstandards zu erfüllen.

Die Dokumente finden Sie rechts zum Download. Weitere Infos finden Sie auch unter www.bgw-online.de/corona. Dort finden Sie auch ergänzende Unterlagen wie z.B. einen Reinigungs- und Desinfektionsplan und einen Hautschutz- und Händehygieneplan.

 

Friseure und Kosmetikstdios müssen folgende besondere Hygienemaßnahmen beachten:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • 10 qm Behandlungsraum (Salon) pro Kunde. Für Behandlungsräume über 800 qm gelten abweichende Regelungen. Bitte lassen Sie sich in einem solchen Fall individuell von uns beraten.
  • Kunden und ihre Begleitpersonen müssen FFP2-Masken tragen. Das Personal muss medizinsche Masken tragen. Die Maskenpflicht für Friseure besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist. Soweit es die Art der Leistung erfordert (z.B. Bartrasur), darf der Kunde seine Maske abnehmen.
  • Kontaktdaten der Kunden erheben (Vor- und Zunamen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum (Datum, Uhrzeit) des Aufenthaltes)
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.

Die 10qm-pro-Kunde-Regelung gilt weiterhin. Diese Regelung ist in der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung enthalten und leider nicht aufgehoben worden. Hingegen ist die schärfere 10qm-pro-Person-Regelung in der bundesgesetzlichen Corona-Arbeitsschutzverordnung zum 01.07.2021 entfallen.



Welche Regelungen gibt es zur Maskenpflicht am Arbeitsplatz?

  • Maskenpflicht am Arbeitsplatz, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Unter Arbeitsplatz ist nicht nur das Büro zu verstehen, sondern etwa auch auf die Baustelle oder der Bereich beim Kunden, in dem der Beschäftigte im Rahmen seiner Arbeit tätig ist.
  • Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, z.B. Flure, Eingänge, Fahrstühle, Kantinen. Als Arbeitsstätte gilt dabei aber nicht nur das Gebäude des Betriebes sondern auch Lagerräume oder etwa eine Baustelle.


Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst

Vor dem Hintergrund, dass Handwerkerinnen und Handwerker auch während der derzeitigen Corona-Pandemie nicht einfach ins Homeoffice wechseln können und weiterhin in engem, persönlichen Kontakt zu Kollegen und Kunden stehen, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine Pressemitteilung  mit Maßnahmen und Vorgehensweisen beim Kundendienst veröffentlicht.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden inzwischen von vielen Berufsgenossenschaften angeboten und können dort abgerufen werden:



Verdachtsfall im Unternehmen

Waren Beschäftigte in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiet, sollten diese unabhängig von Symptomen unnötige Kontakte vermeiden und wenn möglich zu Hause bleiben. Treten bei diesen Personen Symptome auf, sollten diese nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen.

Waren Beschäftigte in Regionen in denen Coronavirus-Fälle vorkommen (jedoch keine Risikogebiete), dann sollten diese, sobald innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr Symptome der Erkrankung auftreten, nach Voranmeldung einen Arzt aufsuchen.

Das Gesundheitsamt ist im Anschluss für den Meldeweg und die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Infizierte werden i. d. R. zu ihren Kontaktpersonen der vergangenen Tage befragt, diese werden namentlich registriert und müssen sich gegebenenfalls Labortests unterziehen. Es ist wichtig, dass Sie in einem solchen Fall mit dem Amt kooperieren, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Hatten Beschäftigte einen persönlichen Kontakt mit einer Person, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich diese unverzüglich an das Gesundheitsamt wenden.

Eine Entschädigung für einen eventuellen Verdienstausfall ist in § 56 Infektionsschutzgesetz ("Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten bei Menschen") von unter Quarantäne gestellten Beschäftigten geregelt.



Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus

  • Arbeiten Sie – in Abstimmung mit dem Arbeitgeber – wenn möglich, von zu Hause aus.
  • Treffen Sie Absprachen möglichst per E-Mail oder Telefon. Nutzen Sie nach Möglichkeit Telefonkonferenzen für den Austausch in der Gruppe. Zwingend erforderliche Treffen sollten möglichst klein und kurz und in einem gut belüfteten Raum abgehalten werden. Halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen ein und verzichten Sie auf Berührungen wie z. B. Begrüßung durch Händeschütteln.
  • Organisieren Sie Ihre Arbeitsabläufe so, dass Sie möglichst wenig Kontakt zu Ihren Kolleginnen und Kollegen haben, z. B. im Büro oder auch in Pausen.
  • Arbeiten Sie, wenn möglich, einzeln oder in kleinen festen Teams (z. B. im Büro, auf Baustellen). 
  • Teilen Sie Arbeitsplätze oder Gegenstände (z. B. Tastaturen) möglichst nicht mit anderen Personen. Ist dies nicht möglich, reinigen Sie Ihren Arbeitsplatz gründlich und insbesondere beim Verlassen oder bei Dienstantritt. Im Einzelfall kann eine Desinfektion erforderlich sein, wenn z. B. der Arbeitsplatz von einer erkrankten Person genutzt wurde.
  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst allein (z. B. im Büro) ein.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind und kurieren Sie sich aus!

Informationen zum Coronavirus / COVID-19

Das Robert Koch-Institut bietet umfassende Informationen und aktuelle Entwicklungen zum Thema COVID-19 an.

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt als Behörde im Geschäftsbereich des  Bundesminsteriums für Gesundheit auf diesen Seiten aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus und die Erkrankung COVID-19 bereit. 

Unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus.html finden Sie wichtige Hygiene- und Verhaltensregeln und -empfehlungen zur Vorbeugung von Infektionen. Alle Informationen werden zur Zeit regelmäßig überprüft, angepasst und ergänzt.