Maßnahmen zum Gesundheitsschutz / Arbeitsschutz

Hier erhalten Sie Informationen zum Coronavirus allgemein, zu Infektionsschutz und wirksamen Maßnahmen zur Risikosenkung

Welche Hygienemaßnahmen müssen Handwerksbetriebe einhalten?

Folgende Hygienemaßnahmen hat der bayerische Gesetzgeber festgelegt:

  • Arbeitsschutz muss um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden.
  • Abläufe müssen so organisiert werden, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben.
  • Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern muss auch bei der Arbeit eingehalten werden - in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen.
  • Für zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sorgen und zusätzliche Hygienemaßnahmen vorhalten.
  • Hinweise im Betrieb anbringen, u.a. auf die Einhaltung von Hygienevorschiften (keine Begrüßung mittels Handschlags, häufiges Desinfizieren und Waschen der Hände, Husten- und Nieß-Etikette).
  • Arbeitsschutz muss um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Regel dient der Konkretisierung der BMAS-Arbeitsschutzstandards. Ziel der Regel ist, die Gesundheit der Beschäftigten in der Zeit der SARS-CoV-2-Epidemie durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes wirkungsvoll zu schützen und den Betrieben bei der Umsetzung der pandemiebedingten Arbeitsschutzmaßnahmen mehr Rechtssicherheit zu geben, da der BMAS-Arbeitsschutzstandard nur reinen Empfehlungscharakter hat.



Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen

Als Orientierung zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen in Läden/Geschäften hat die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern eine Liste mit wichtigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zusammengestellt.

Gastronomie

In einer gemeinsamen Bekanntmachung haben die Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ein Hygienekonzept für die Gastronomie entwickelt. Das Rahmenkonzept können Sie hier herunterladen:



Checkliste zur Erstellung eines Hygienekonzepts

Das Gesundheitsministerium hat hierfür eine Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts herausgegeben.



Arbeitsschutzstandards für Friseure, Fußpflegebetriebe, Kosmetik- und Nagelstudios

Der Kunde muss nach der neuen 4. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht tragen, wenn die Art der Leistung sie nicht zulässt. Damit ist es beispielsweise Kosmetikern und Friseuren erlaubt, gesichtsnahe Dienstleistungen durchzuführen und Friseuren, Bärte zu schneiden.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat Branchenstandards für Friseurbetriebe, für Kosmetikstudios  sowie für Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios entwickelt. Die Standards basieren auf dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Es wird dringend empfohlen die Anforderungen dieser Branchenstandards zu erfüllen.

Die Dokumente finden Sie rechts zum Download.

Um den besonderen Anforderungen an die Hygiene bei den Friseuren gerecht zu werden, berät die BGW Friseurbetriebe und hat ergänzende Hygienestandards erstellt, die unter www.bgw-online.de/corona zum Download zur Verfügung stehen.

Allen Friseurbetrieben und Kosmetikstudios wird außerdem empfohlen, die Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens des Salons zu dokumentieren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Die Kunden sollten darüber informiert werden (schriftlich und mit Unterschrift des Kunden dokumentiert). Ein Muster dazu sowie eine kurzes Infoblatt zum Datenschutz finden Sie nebenstehend zum Download. Es bezieht sich auf Friseure, kann aber ebenso von Kosmetikerinnen genutzt werden!



Was müssen Handwerker, die Ladengeschäfte betreiben, einhalten?

  • 1,5 Meter Abstand der Kunden zueinander
  • 1 Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche
  • Mund-Nasen-Bedeckung des Personals; soweit in Kassen- und Thekenbereich transparente Schutzwände aufgestellt sind, entfällt die Maskenpflicht (Anforderungen an den Arbeitsschutz bleiben jedoch bestehen)
  • Mund-Nasen-Bedeckung der Kunden
  • Schutz- und Hygienekonzept
  • Parkplatzkonzept, falls eigene Kundenparkplätze zur Verfügung gestellt werden

Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst

Vor dem Hintergrund, dass Handwerkerinnen und Handwerker auch während der derzeitigen Corona-Pandemie nicht einfach ins Homeoffice wechseln können und weiterhin in engem, persönlichen Kontakt zu Kollegen und Kunden stehen, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine Pressemitteilung  mit Maßnahmen und Vorgehensweisen beim Kundendienst veröffentlicht.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden inzwischen von vielen Berufsgenossenschaften angeboten und können dort abgerufen werden:



Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus

  • Arbeiten Sie – in Abstimmung mit dem Arbeitgeber – wenn möglich, von zu Hause aus.
  • Treffen Sie Absprachen möglichst per E-Mail oder Telefon. Nutzen Sie nach Möglichkeit Telefonkonferenzen für den Austausch in der Gruppe. Zwingend erforderliche Treffen sollten möglichst klein und kurz und in einem gut belüfteten Raum abgehalten werden. Halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen ein und verzichten Sie auf Berührungen wie z. B. Begrüßung durch Händeschütteln.
  • Organisieren Sie Ihre Arbeitsabläufe so, dass Sie möglichst wenig Kontakt zu Ihren Kolleginnen und Kollegen haben, z. B. im Büro oder auch in Pausen.
  • Arbeiten Sie, wenn möglich, einzeln oder in kleinen festen Teams (z. B. im Büro, auf Baustellen). 
  • Teilen Sie Arbeitsplätze oder Gegenstände (z. B. Tastaturen) möglichst nicht mit anderen Personen. Ist dies nicht möglich, reinigen Sie Ihren Arbeitsplatz gründlich und insbesondere beim Verlassen oder bei Dienstantritt. Im Einzelfall kann eine Desinfektion erforderlich sein, wenn z. B. der Arbeitsplatz von einer erkrankten Person genutzt wurde.
  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst allein (z. B. im Büro) ein.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind und kurieren Sie sich aus!

Informationen zum neuartigen Coronavirus / COVID-19

Das Robert Koch-Institut bietet umfassende Informationen und aktuelle Entwicklungen zum Thema COVID-19 an.

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt als Behörde im Geschäftsbereich des  Bundesminsteriums für Gesundheit auf diesen Seiten aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus und die Erkrankung COVID-19 bereit. 

Unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus.html finden Sie wichtige Hygiene- und Verhaltensregeln und -empfehlungen zur Vorbeugung von Infektionen. Alle Informationen werden zur Zeit regelmäßig überprüft, angepasst und ergänzt.