Noch vor März sollen Bäume auf dem Grundstück des geplanten Bildungszentrums in Bamberg entfernt werden, damit die Voraussetzungen für den Neubau geschaffen sind.
Neubau Bildungszentrum BambergVorbereitungen für die Bauarbeiten starten
Bamberg/Oberfranken. Die Fahrzeuge rollen an, wenngleich es noch nicht die Bagger sind: Die Handwerkskammer für Oberfranken bereitet ihr Grundstück für den Neubau des Bildungszentrums Bamberg für die Bauarbeiten vor. Entsprechend müssen auf der Fläche an der Forchheimer Straße vor Beginn der Brutzeit und außerhalb der Reproduktionszeit von Fledermäusen einzelne Bäume entfernt werden. Die Baumarbeiten, die im Rahmen des Bebauungsplans auch genehmigt sind, werden noch vor März ausgeführt.
Die betroffenen Bäume sind gemäß der geltenden Baumschutzverordnung nicht geschützt, trotzdem wird die Fällung ökologisch begleitet. So wird jeder Baum kontrolliert, ob zum Beispiel wertvolle Baumhöhlen vorhanden sind. Zudem werden, wie es bei derartigen Verfahren üblich ist, verschiedene Formen des Ausgleichs umgesetzt. Die HWK installiert im großen, verbleibenden Baumbestand verschiedene Nistkästen für Fledermausarten und für unterschiedliche Vogelarten – nach Abschluss der Bauarbeiten, die Ende 2029 fertiggestellt sein sollen. Während dieser Bauphase werden die verbliebenen Bäume gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Außerdem werden auf dem Grundstück später neue Bäume gepflanzt.
Profitieren wird die Flora und Fauna an der Forchheimer Straße auch durch die Sandmagerrasenflächen, die auf dem Grundstück – und zusätzlich auf einer externen Ausgleichsfläche – entwickelt werden. Flächen mit Sandmagerrasen sind nährstoffarme, trockene Standorte mit sandigem Boden, die maßgeblich zur Erhaltung und Entwicklung der Biodiversität beitragen.
Bayreuth, 14. Januar 2026