Noch warm entnahm Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (Mitte) eine orthopädische Einlage aus dem 3D-Drucker. Die Details zu dem Umsetzungsprojekt erklärten KDH-Projektleiterin Johanna Erlbacher, HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, Gernot Gebauer vom reha-team Bayreuth und HWK-Präsident Thomas Zimmer (von links).
S. Dörfler / HWK
Noch warm entnahm Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (Mitte) eine orthopädische Einlage aus dem 3D-Drucker. Die Details zu dem Umsetzungsprojekt erklärten KDH-Projektleiterin Johanna Erlbacher, HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, Gernot Gebauer vom reha-team Bayreuth und HWK-Präsident Thomas Zimmer (von links).

Zielgerichtete Unterstützung funktioniert

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner besucht das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk Süd an der HWK für Oberfranken

Bayreuth. Die Tinte ist gerade getrocknet: Gestern unterschrieb Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München den Pakt für Berufliche Bildung, der den Ausbau des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) Süd in Bayreuth besiegelt (die HWK informierte), heute macht sie sich selbst ein Bild der erfolgreichen Arbeit des an der Handwerkskammer für Oberfranken angesiedelten Kompetenzzentrums. Sie bespricht zukünftige Weichenstellungen, um das Handwerk optimal beim Digitalisierungsprozess zu begleiten.  Aigner: „Das Handwerk steht wie die gesamte Wirtschaft in Bayern vor der großen Herausforderung ‚Digitalisierung‘. Ich möchte sicherstellen, dass unsere Handwerksbetriebe eine hochwertige fachliche Begleitung bekommen, wenn es darum geht, über die Anwendung neuer digitaler Technologien neue Produkte, neue Kooperationen und neue Märkte zu erschließen. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Themen Aus- und Fortbildung sowie Beratung im Bereich der digitalen Infrastruktur. In diese Richtung wollen wir das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk weiterentwickeln.“

Aigner verschaffte sich einen Eindruck von der Ausrichtung des KDH als eines von bundesweit nur vier Zentren sowie vom neuen Digitalen Innovationspfad der Kammer und der Einbindung des frisch erworbenen Digitalisierungswissens in die Ausbildung des Nachwuchses. Dabei konnte sie sich gleichzeitig auch vom Nutzen eines bislang rein bayerischen Förderinstrumentes überzeugen: Denn zwei Unternehmen, die das KDH in seinen Umsetzungsprojekten betreut hat und beispielhaft vorstellte, sind durch das Bayerische Wirtschaftsministerium im Rahmen des sogenannten Digitalbonus gefördert worden. „Der Digitalbonus als zielgerichtete Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen  funktioniert hervorragend und erfreut sich großer Nachfrage. Daher werden wir für 2017 und 2018 weitere Mittel in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro bereitstellen“, sagte Aigner. Alleine an der HWK für Oberfranken haben in den letzten neun Monaten 100 Betriebe des Handwerks Anträge für den Digitalbonus gestellt.

Großes Interesse der Betriebe

Der Digitalbonus als Teil des Masterplans Bayern Digital II kommt direkt den Betrieben zugute, eine indirekte Förderung ist der zugesagte Ausbau und die Weiterentwicklung des KDH zu einem Digitalen Innovations- und Anwenderzentrum, in das in den kommenden Jahren insgesamt drei Millionen Euro investiert werden. „Damit ist der Fortbestand und vor allem die Weiterentwicklung des für unsere oberfränkischen Betriebe so wichtigen KDH auch über den bisherigen Förderzeitraum gesichert“, erklärte der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer. Die HWK-Führung hatte sich mit Unterstützung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium für diese Weiterentwicklung intensiv eingesetzt. „Wir sehen einfach, wie groß das Interesse des oberfränkischen Handwerks an der Digitalisierung ist. Und gleichzeitig, wie groß der Bedarf an Beratung und Unterstützung“, sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller. „Und zuletzt, wie gut es unserem KDH gelingt, die Digitalisierung in die Betriebe zu bekommen.“

Wie werden die Digitalisierungsfortschritte in die Betriebe transferiert? KDH-Projektleiterin Johanna Erlbacher (rechts) zeigte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller eine Stele des neuen Innovationspfads an der Kammer.
S. Dörfler / HWK für Oberfranken
Wie werden die Digitalisierungsfortschritte in die Betriebe transferiert? KDH-Projektleiterin Johanna Erlbacher (rechts) zeigte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller eine Stele des neuen Innovationspfads an der Kammer.

Bayreuth, 25. Juli 2017

Ansprechpartnerin zum KDH Süd:

Dipl.-Ing. Johanna Erlbacher
Abteilungsleiterin

Tel. 0921 910-281
Mobil 0151 54753392
Fax 0921 910-45281
johanna.erlbacher--at--hwk-oberfranken.de

Ansprechpartnerin für die Medien:

Michaela Heimpel
Leitung Unternehmenskommunikation

Tel. 0921 910 166
Fax 0921 910-45166
michaela.heimpel--at--hwk-oberfranken.de