Projektleiter Helmut Kohler (HWK), Dr. Bernd Sauer (HWK) und Florian Prosch (Rainer Markgraf Stiftung).
HWK
Projektleiter Helmut Kohler (HWK), Dr. Bernd Sauer (HWK) und Florian Prosch (Rainer Markgraf Stiftung).

Zukunft Bau 2025: Projekt von HWK und Rainer Markgraf Stiftung nimmt Fahrt auf

Befragung von Bauschaffenden in Oberfranken: Ergebnisse und nächste Schritte - erste Schulungsmodule ab Februar 2019

Bayreuth/Oberfranken. Die Baubranche in Oberfranken wünscht sich konkrete Hilfe, um den anstehenden Wandel zu bewältigen, und ist hauptsächlich an der Schulung von Fach- und Zukunftsthemen interessiert. Das hat die Strukturumfrage der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken, die sie im Rahmen des von der Rainer Markgraf Stiftung unterstützten Projekts „Zukunft Bau 2025“ initiiert hat, ergeben. Für Dr. Bernd Sauer, Geschäftsführer der HWK, und Projektleiter Dipl.-Ing. Helmut Kohler sind diese Ergebnisse schlüssig. „Unsere Betriebe wissen, dass sie an den Themen der Zukunft dranbleiben müssen. Wegen der extrem guten Auslastung tun sich die Unternehmer bzw. Handwerksmeister schwer für sich Weiterbildungen einzuplanen und es ist Ihnen oft auch nicht möglich, Mitarbeiter für lange Schulungen abzustellen.“ Der Handlungsbedarf, der sich daraus also ergebe: kurze, relevante Fortbildungen, die für das Unternehmen gut in den Betriebsalltag zu integrieren sind. Diese entwickelt die HWK ab Februar 2019 in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Bauakademie.

Das Projekt „Zukunft Bau 2025“ haben die Handwerkskammer für Oberfranken und die Rainer Markgraf Stiftung im Frühjahr gestartet, um die Baubetriebe in Oberfranken dabei zu unterstützen, zukunftsfähig zu bleiben. Denn die Baubranche ist wie andere Handwerkszweige auch einem starken Wandel unterworfen: Prozesse und Arbeitsabläufe werden zunehmend digitalisiert, während der Bedarf an Fachkräften weiterhin steigt. „Nachdem die Bau- und Ausbranche der wirtschaftlich stärkste Zweig im oberfränkischen Handwerk ist, haben wir als Kammer natürlich ein Interesse daran, diese Gewerke zukunftsfähig zu erhalten oder zu machen“, erklärte Dr. Bernd Sauer die Motivation der Handwerkskammer, ein strategisches Projekt für das Baugewerbe aufzusetzen. „Ziel dieses Projekts ist“, so Helmut Kohler, „ein modulares Weiterbildungsangebot für das Bauhandwerk zu schaffen, das sich ausschließlich an den Bedürfnissen der oberfränkischen Baubetriebe orientiert.“ Der erste Schritt, um ebendiesen Bedarf zu ermitteln, erfolgte mit Durchführung der Struktur- und Bedarfsumfrage unter den Bauschaffenden in Oberfranken.

„Die Ergebnisse der Umfrage sind ein wichtiger Anhaltspunkt, um Themen für die erste Modul-Reihe zu identifizieren. So werden wir die Schwerpunkte im Rahmen der digitalen Kompetenz auf „Building Informationen Modelling (BIM)“ und IT und Datensicherheit legen. Aber auch innovative Mauersysteme und Module im Bereich Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit werden Eingang in die ersten Lehrgänge finden“, erklärt Kohler. Darüber hinaus konnten weitere wichtige Seminarthemen festgelegt werden: die oberfränkischen Baubetriebe sehen besonderen Bedarf in den Bereichen „kostengünstiges“ sowie „barrierefreies Bauen“ als auch beim Thema „neue Werkstoffe“. Die Möglichkeiten des 3D-Drucks spielen gemäß der Umfrage hingegen eine sehr untergeordnete Rolle.

Erste Module ab Februar 2019

Die Umsetzung der Rückschlüsse aus der Umfrage ist bereits in vollem Gange: „Wir planen bereits im Februar 2019 die ersten fünf Modul-Einheiten anzubieten“, so Kohler. „Wichtig ist uns dabei vor allem, dass auch ein Austausch von Handwerker zu Handwerker stattfinden kann. Deshalb werden die ersten Angebote eine Mischung aus „neutralem“ Fachbeitrag und der Präsentation eines Beispiels aus der Praxis sein.“ Darüber hinaus werden die im Projekt entwickelten Lehrgänge evaluiert und dementsprechend auch laufend angepasst.

Kohler betont aber auch, dass besonders die Durchführung des Projekts im Partnerverbund wichtig sei: „Unsere Befragung hat gezeigt: in Oberfranken gibt es viele kleine Bauunternehmen, die sich schwer tun, sich in allen Bereichen auf dem Laufenden zu halten. Hier setzen wir an. Mit der Bayerischen Bauakademie mit Sitz in Feuchtwangen haben wir einen kompetenten Partner für die Umsetzung der Weiterbildungsmaßnahmen gefunden. Auch die oberfränkischen Bauinnungen sind mit im Boot. Wir bedanken uns ganz besonders bei der Rainer Markgraf Stiftung, die das Projekt Zukunft Bau 2025 erst ermöglicht hat.“ Das gemeinsame Projekt ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt

Bayreuth, 25. Oktober 2018



 Ansprechpartner/in

Michaela Heimpel
Leitung Unternehmenskommunikation

Tel. 0921 910 166
Fax 0921 910-45166
michaela.heimpel--at--hwk-oberfranken.de



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