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585. Schlappentag in Hof - Handwerk und Schützen feiern

Geschichte verbindet: Nach dem Einfall der Hussiten gründete sich die Schützengilde, die zumeist aus Handwerkern bestand

Hof. Der Hofer Nationalfeiertag soll einen Eintrag in das Unesco-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes finden. Die Anregung geht auf Kreishandwerksmeister Christian Herpich zurück. Das besondere am Schlappentag, so Herpich sei die gute Zusammenarbeit zwischen Schützen, Handwerk, Brauern und der Stadt. „Wir wollen mit unserem Schlappentag das Positive nach außen tragen“, so Herpich. In Zusammenarbeit der Verantwortlichen  mit Bezirksheimatpfleger Professor Dr. Günter Dippold und dem Hofer Historiker Dr. Axel Herrmann soll in den kommenden Monaten ein entsprechender Antrag  formuliert werden.

Die Historie des Hofer Nationalfeiertages: Nach einem Hussiten-Einfall wurde 1432 die Schützen Gilde gegründet. Sie  rekrutierte sich zumeist aus Handwerkern, die vom Hofer Magistrat verpflichtet wurden, an regelmäßigen Schießübungen und Wettbewerben teilzunehmen.

Offenbar waren die Handwerker schon damals unter Zeitdruck. Denn immer mehr Handwerker, am Schluss war es ein regelrechter Zug von Schlappenschützen, eilten im Laufe der Jahre erst am letzten Schießtag des Jahres, dem 1. Montag nach Pfingsten morgens in ihrer Arbeitskleidung und den damals üblichen Holzschuhen, den so genannten Schlappen zum Schießhäuschen, um ihre Schießübungen zu absolvieren. Schon bald wurde zu den Schießübungen auch das Schlappenbier eingebraut. „Diese Tradition hat sich immer weiterentwickelt und erfreut sich wachsender Beliebtheit“, so Kreishandwerksmeister Christian Herpich. Alle Menschen, die daran teilnähmen sicherten den Bestand einer der ältesten deutschen Handwerks- und Schützentradition. Und würden dazu beitragen, dass der Hofer Nationalfeiertag vielleicht in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werde.

Hof, 12. Juni 2017

Kerstin Spieler
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