Grafik_Investitionstätigkeit_09-2017
HWK für Oberfranken

Das oberfränkische Handwerk investiert

Sonderumfrage der Handwerkskammer für Oberfranken unter 395 Betrieben ergab aber auch Hürden

Oberfranken. Die gute Konjunktur des oberfränkischen Handwerks wirkt sich positiv auf die Investitionstätigkeit der Betriebe aus. Dies ergab eine Sonderumfrage, die die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken durchgeführt hat. „Knapp 43 Prozent der befragten Betriebe haben angegeben, dass ihre Investitionstätigkeit in den letzten drei Jahren gestiegen ist. Bei weiteren 35 Prozent sind die Ausgaben für Investitionen konstant geblieben. Das sind sehr gute Werte“, kommentiert der Geschäftsführer der HWK für Oberfranken, Rainer Beck, die Ergebnisse der Umfrage. Lediglich zwölf Prozent der Befragten gaben an, in den letzten drei Jahren gar keine Investitionen getätigt zu haben.

Wenig überraschend sind die Investitionsgelder mehrheitlich in die Bereiche „Maschinen/Geräte/ Werkzeuge“ (85 Prozent) und „Fahrzeuge“ (63 Prozent) geflossen. Allerdings gaben auch sieben Prozent an, in „Lizenzen, Patente, und Forschung & Entwicklung“ investiert zu haben. Bei 27 Prozent der Befragten dienten die Investitionen außerdem zur Erweiterung der betrieblichen Kapazitäten.

Allerdings klagen nicht wenige Betriebsinhaber im oberfränkischen Handwerk über strukturelle Hemmnisse, die Investitionsentscheidungen deutlich erschweren. Allen voran sind dies die fehlende Verfügbarkeit von Fachkräften und Auszubildenden, wie auch eine zu hohe Belastung durch Steuern und Abgaben (jeweils 62 Prozent). Darüber hinaus wurden ebenfalls gehäuft zu hohe Energiekosten (24 Prozent) und ein schwieriger und bürokratischer Zugang zu Fördermitteln (17 Prozent) genannt. Dazu Rainer Beck: „Auch wenn die Ergebnisse insgesamt recht erfreulich sind, macht die Umfrage deutlich, dass es hier noch Luft nach oben gibt. Wir werden uns deshalb auch zukünftig für investitionsfreundliche Rahmenbedingungen, insbesondere für kleinere Betriebe, stark machen.“

Grafik_Strukturelle Hemmnisse_09-2017
HWK für Oberfranken

Oberfranken, 8. September 2017