Eine Delegation aus Kenia informierte sich im HWK-Bildungszentrum in Bamberg über die Inhalte der dualen Ausbildung.
HWK für Oberfranken
Eine Delegation aus Kenia informierte sich im HWK-Bildungszentrum in Bamberg über die Inhalte der dualen Ausbildung.

Duale Ausbildung ist gefragtes Erfolgsmodell

Delegation aus Kenia informierte sich im HWK-Bildungszentrum Bamberg über das Leistungsspektrum der Kammer

Bamberg. Das duale Ausbildungssystem Deutschlands gilt als Erfolgsmodell, das für hervorragend qualifizierte Fachkräfte steht. Entsprechend groß ist das Interesse anderer Länder dieses System zu übernehmen und zu adaptieren. Jetzt hat eine Delegation aus Kenia, vom Kiambu Institute of Science and Technology (KIST) das HWK-Bildungszentrum in Bamberg besucht, um sich über das Leistungsspektrum der Kammer zu informieren. Das KIST widmet sich insbesondere der Ausbildung des Mechatroniker-Nachwuchses.

Unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) existiert seit 2021 eine Schulpartnerschaft des KIST mit dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Bamberg. Diese Kooperation ist Teil eines Projekts, das zum Ziel hat, in Kenia ein Duales Berufsbildungs-systems für Mechatroniker nach deutschem Vorbild zu etablieren. Dazu kam ein nun eine Delegation aus Kenia nach Bamberg, um sich an der Partnerschule, aber auch an der Handwerkskammer für Oberfranken konzeptionelle Unterstützung zu holen.

Sven Neukamm, Leiter für Grundsatzfragen der Berufsbildung an der HWK, informierte die Gäste über die genauen Abläufe der dualen Ausbildung. Interessant war für die afrikanischen Lehrkräfte und Ausbilder dabei vor allem die Rolle der Kammer, die sich im Rahmen der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung um die Vermittlung übergreifender, fachpraktischer Fähigkeiten kümmert, das Prüfungswesen koordiniert und auch Lerninhalte vorgibt. Ein System, das es so in Kenia nicht gibt. Weder existieren Kammern mit ähnlichen Aufgaben, noch besteht das enge Zusammenspiel zwischen Schulen, Betrieben und Kammern. Auszubildende bekommen dort beispielsweise keine Vergütung, müssen vielmehr sogar eine Studiengebühr entrichten, die eine Berufsausbildung für junge Menschen oft unattraktiv macht.

Beeindruckend für die kenianischen Gästen war zudem die technische Ausstattung und die Möglichkeiten des Bamberger Bildungszentrum (BZ) der Handwerkskammer, die BZ-Leiter Werner Herold bei einer Führung durch die Werkstätten präsentierte. Insbesondere von Interesse waren die Inhalte zur Ausbildung von Mechatronikern.

Begrüßt wurden die Gäste aus Kenia von HWK-Präsident Matthias Graßmann, der sich stolz zeigte, über das Staatliche berufliche Schulzentrum Teil dieser internationalen Kooperation zu sein und sich freute, mit der Infoveranstaltung einen wertvollen Beitrag zur erfolgreichen Ausgestaltung des Bildungsprojekts leisten zu können.

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Bamberg, 5. Mai 2022



Ansprechpartner

Ulrich Förtsch
Sachbearbeiter

Tel. 0921 910-186
Fax 0921 910-45186
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