Coronavirus: Informationen für Handwerksbetriebe

Aktuelle Auflagen für Öffnungen, Betriebe mit Ladengeschäften, Ausgangsbeschränkungen

Welche Öffnungen und Beschränkungen gelten?

12.01.2022: Keine Änderungen für Handwerksbetriebe

Seit Mittwoch, 08.12.2021, gilt in ganz Bayern für Kunden in Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handelsangebote inzidenzunabhängig 2G. Davon ausgenommen sind Ladengeschäfte, die Waren zur Deckung des täglichen Bedarfs anbieten.

Für Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen hat sich nichts geändert. Es bleibt bei 2G in nicht-Hotspotgebieten und der Untersagung von Kosmetik, Fuß- und Nagelpflege in Hotspotgebieten.

Reine Handwerks- oder Dienstleistungsbetriebe, die keine körpernahen Dienstleistungen erbringen, sind von der 2G-Pflicht nicht betroffen. Für Mischbetriebe (teilweise Handwerk, teilweise Verkauf von Handelsware) gilt eine Bagatellgrenze: Wenn der Handelsanteil nur bis zu 10 % des Gesamtumsatzes ausmacht, wird der ganze Betrieb als Handwerksbetrieb ohne 2G gewertet. Einzelheiten dazu finden Sie in den folgenden Fragen und Antworten.

Für Mitarbeitende gilt die 2G-Pflicht nicht, es bleibt bei 3G am Arbeitsplatz. Für ungeimpfte oder nicht genesene Mitarbeiter besteht damit weiterhin die tägliche Testverpflichtung (PCR-, Schnell- oder beaufsichtigter Selbsttest).


Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Hinweis für Handwerker*innen: Ab 16.03.2022 müssen alle Personen, die beispielsweise in einem Krankenhaus, Altenheim oder in Arztpraxen tätig sind, der Leitung der Einrichtung einen Impf- oder Genesene-Nachweis (2G) erbringen.

Diese Pflicht betrifft auch Friseur*innen, Fußpfleger*innen und Servicehandwerker*innen.

Details finden Sie unter diesem Link.

Fragen und Antworten

Wie lange gelten die Regelungen?

Die Regelungen gelten vorerst bis 09.02.2022.

Was gilt für körpernahe Dienstleistung?

Körpernahe Dienstleistungen erbringen insbesondere Friseur-, Kosmetik- und Fußpflegebetriebe sowie Nagelstudios.

Handwerksbetriebe, die im Rahmen ihrer Dienstleistungen Kunden berühren müssen, aber nur während eines geringen Teils der gesamten Dienstleistungserbringung Kundenkontakt haben, gelten hingegen nicht als körpernahe Dienstleister. Daher erbringen beispielsweise Schneider*innen, Fotografen*innen, Augenoptiker*innen, Hörakustiker*innen sowie Orthopädietechniker*innen und -schuhmacher*innen keine körpernahen Dienstleistungen-

1. In Gebieten ohne Hotspot-Lockdown

 2G-Regel

  • Kunden
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Kinder unter 14 Jahren
      Kinder, die älter sind, müssen einen 2G-Nachweis erbringen. Die Ausnahme für Schüler*innen gibt es nicht mehr.
    • Personen, die sich nicht impfen lassen können, mit ärztlichem Attest im Original. Diese Personen müssen aber einen negativen PCR-Test vorlegen.
    • Medizinische oder pflegerische Leistungen können erbracht werden, auch wenn der Kunde 2G nicht erfüllt (siehe unter „Was gilt für Kosmetik-, Fuß- und Nagelpflegebetriebe in Gebieten mit Hotspot-Lockdown?“).
  • Inhaber*innen und Mitarbeitende
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Getestete Personen mit negativem Testnachweis
      PCR-Test (max. 48 h vor Arbeitsbeginn durchgeführt), täglicher Schnelltest einer Teststation oder beaufsichtigter Selbsttest im Betrieb

 Mindestabstand

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden muss zwingend eingehalten werden.

 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde

 Maskenpflicht

  • Kunden müssen FFP2-Masken tragen.
  • Die Maskenpflicht des Personals richtet sich nach arbeitsschutzrechtlichen Regeln. Aufgrund der aktuellen Infektionslage regelt die Berufsgenossenschaft BGW, dass bei Tätigkeiten mit engem Kontakt zu anderen Personen unter 1,5 Metern eine FFP2-Maske zu tragen ist.

 Schriftliches, individuelles Infektionsschutzkonzept.

 Kontaktdaten der Kunden erheben (Vor- und Zunamen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum (Datum, Uhrzeit des Aufenthaltes).

Testnachweise für die 2G-Regel bei Friseur-, Kosmetik- und Fußpflegebetrieben sowie Nagelstudios

Der Betrieb muss sich von seinen Kunden vor Beginn der Dienstleistung einen Impf- oder Genesenen-Nachweis zeigen lassen und die Identität überprüfen. Eine Dokumentationspflicht besteht nicht.

Inhaber als auch Mitarbeitende müssen vor der Arbeitsaufnahme einen Impf- oder Genesenen-Nachweis erbringen. Nicht geimpfte oder genesene Inhaber und Mitarbeitende müssen

  • entweder einen PCR-Testnachweis, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde, erbringen, oder
  • einen Testnachweis über einen Schnelltest einer offiziellen Teststation, der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde, an jedem Arbeitstag erbringen, oder
  • einen beaufsichtigten Selbsttest im Betrieb an jedem Arbeitstag durchführen.

Der Inhaber muss die Nachweiskontrollen dokumentieren.

 Kostentragung für die Tests der Mitarbeitenden

Nach Auskunft des Bayerischen Gesundheitsministeriums und Arbeitsministeriums müssen die Mitarbeitenden die Kosten für einen PCR-Test selbst tragen. Dies gilt auch für einen täglich durchgeführten Schnelltest bei einer offiziellen Teststation. Von den Kosten für die Selbsttests im Betrieb trägt der Betrieb die Kosten für zwei Tests, für die restlichen Tage muss der Mitarbeiter die Kosten selbst tragen.

Die Durchführung der Tests wird nicht als Arbeitszeit gezählt

 Beaufsichtigter Selbsttest

Nicht geimpfte oder genesene Inhaber und Mitarbeiter können täglich vor Arbeitsbeginn einen Selbsttest im Betrieb durchführen, der von einem/einer Kollegin beaufsichtigt wird. Die/der beaufsichtigende Kollege*in muss dafür keine Schulung absolviert haben. Der Betrieb muss nach den FAQs des Bundesgesundheitsministeriums keinen Testnachweis erstellen. Es genügt die Dokumentation, dass der Test unter Aufsicht durchgeführt wurde (Namensliste der Mitarbeiter, Namen der beaufsichtigenden Person, Uhrzeit, Datum, Test positiv oder negativ). Der Betrieb kann freiwillig einen Testnachweis erstellen, der aber nur für die Arbeit in dem Betrieb verwendet werden kann.

Hier finden Sie ein Muster für einen Testnachweis.

  Soloselbstständige

(Solo-)Selbstständige, die keine Kollegen*innen haben, die den Selbsttest beaufsichtigen können, dürfen nach Mitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums keinen unbeaufsichtigten Selbsttest durchführen. Dies bedeutet, dass Soloselbständige entweder alle 48 Stunden einen PCR-Test oder täglich einen Schnelltest bei einer offiziellen Teststelle machen müssen.

2. In Gebieten mit Hotspot-Lockdown

In Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 1.000 gilt ein regionaler Hotspot-Lockdown. Die jeweils zuständige Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt, kreisfreie Stadt) macht auf ihrer Homepage amtlich bekannt, wann der Wert überschritten ist. Am Tag danach gelten die Regelungen für den Lockdown.

In diesen Gebieten sind körpernahe Dienstleistungen untersagt, Friseurdienstleistungen bleiben hingegen erlaubt. Dies gilt zunächst bis zum 15.12.2021.

Unterschreitet ein Landkreis den Wert von 1.000 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, so macht auch dies die Kreisverwaltungsbehörde bekannt. Am Tag danach gelten dann die Regelungen für den Lockdown nicht mehr.

 2.1. Friseurbetriebe (in Gebieten mit Hotspot-Lockdown)

Friseurbetriebe müssen in Gebieten mit Hotspot-Lockdown folgende Bedingungen erfüllen:

  2G-Regel

  • Kunden
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Kinder unter 14 Jahren
      Kinder, die älter sind, müssen einen 2G-Nachweis erbringen. Die Ausnahme für Schüler*innen gibt es nicht mehr,
    • Personen, die sich nicht impfen lassen können, mit ärztlichem Attest im Original.
  • Inhaber und Mitarbeiter
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Getestete Personen mit negativem Testnachweis
      PCR-Test (max. 48 h vor Arbeitsbeginn durchgeführt), täglicher Schnelltest einer Teststation oder beaufsichtigter Selbsttest im Betrieb (siehe hierzu unter „Gebiete ohne Hotspot-Lockdown)

 Mindestabstand

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden muss zwingend eingehalten werden.

 20 qm Verkaufsfläche pro Kunde

 Maskenpflicht

  • Kunden müssen FFP2-Masken tragen
  • Die Maskenpflicht des Personals richtet sich nach arbeitsschutzrechtlichen Regeln. Aufgrund der aktuellen Infektionslage regelt die Berufsgenossenschaft BGW, dass bei Tätigkeiten mit engem Kontakt zu anderen Personen unter 1,5 Metern eine FFP2-Maske zu tragen ist.

 Schriftliches, individuelles Infektionsschutzkonzept

 Kontaktdaten der Kunden erheben (Vor- und Zunamen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum (Datum, Uhrzeit des Aufenthaltes).

 2.2. Kosmetik-, Fuß- und Nagelpflegebetriebe (in Gebieten mit Hotspot-Lockdown)

In diesen Gebieten mit Hotspot-Lockdown sind körpernahe Dienstleistungen untersagt. Dies gilt zunächst bis zum 15.12.2021.

Ausgenommen von diesem Verbot wurden medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen. Was darunter zu verstehen ist, wird von der Verordnung nicht näher bestimmt. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat uns nun am 29.11.2021 mitgeteilt, welche Leistungen noch erlaubt sind:

  • Leistungen, die von einem Arzt mittels Heilmittel-Verordnung verschrieben wurden, oder
  • Fußpflegeleistungen an Personen mit mindestens Pflegegrad 2.

Was gilt für Handwerksbetriebe mit Handel, die keine körpernahen Dienstleistungen erbringen?

Die folgenden Erläuterungen gelten für Handwerksbetriebe, die keine körpernahen Dienstleistungen erbringen, aber in einem Ladengeschäft Handel betreiben.

Ab Mittwoch, 08.12.2021, haben in ganz Bayern Kunden zu Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handelsangebote inzidenzunabhängig nur unter Berücksichtigung der 2G-Regel Zutritt.

Handwerksbetriebe, die im Rahmen ihrer Dienstleistungen Kunden berühren, müssen aber nur während eines geringen Teils der gesamten Dienstleistungserbringung Kundenkontakt haben, gelten hingegen nicht als körpernahe Dienstleister. Daher erbringen beispielsweise Schneider*innen, Fotografen*innen, Augenoptiker*innen und Hörakustiker*innen sowie Orthopädietechniker*innen und -schuhmacher*innen keine körpernahen Dienstleistungen.

Handel liegt aber auch dann vor, wenn ein Handwerksbetrieb ohne Kundenauftrag Waren herstellt und dann verkauft. Das ist beispielsweise bei einer Bäckerei, die Backwaren herstellt und dann verkauft, gegeben. Ebenso kann dies beispielsweise bei einer Goldschmiede, Schneiderei oder Schreinerei gegeben sein.

Ausnahme: Waren des täglichen Bedarfs

Von der 2G-Pflicht sind Ladengeschäfte ausgenommen, die Waren zur Deckung des täglichen Bedarfs anbieten. Die folgende gesetzliche Aufzählung ist nicht abschließend, sodass Betriebe mit vergleichbaren Handelswaren ebenfalls nicht von der 2G-Pflcht betroffen sind. Wir haben das Bayerische Gesundheitsministerium bereits aufgefordert, eine ausführliche Positivliste zu erstellen. Bis dahin haben wir in der Liste in Klammern hinzugefügt, welche Bereiche nach unserer Meinung auch ausgenommen sind.

Zum täglichen Bedarf gehören in Anlehnung an den Katalog der Bundesnotbremse insbesondere:

  • Lebensmittelhandel einschließlich Direktvermarktung (gesamtes Lebensmittelhandwerk)
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Schuhgeschäfte (damit wohl auch Schuhmacher*innen)
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser (auch Orthopädietechniker*innen und Orthopädieschuhmacher*innen)
  • Drogerien (damit auch der Verkauf von Pflegeprodukten durch Friseur-, Kosmetik-, Fuß- und Nagelpflegebetriebe)
  • Augenoptiker
  • Hörakustiker
  • Tankstellen
  • Verkauf von Presseartikeln und Tabakwaren
  • Filialen des Brief- und Versandhandels
  • Buchhandlungen
  • Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Futtermittelmärkte
  • Baumärkte (auch Handwerksbetriebe mit Teilsortimenten, z.B. Farben, Fliesen, Türen und Fenster, Parkett, Vorhänge, Tapeten, wohl auch Raumausstatter*innen)
  • Gartenmärkte
  • Verkauf von Weihnachtsbäumen
  • Großhandel
  • Spielwarengeschäfte
  • Bekleidungsgeschäfte

Ausnahme: Click und Collect

Die 2G-Regel findet bei Click und Collect-Angeboten bei Warenabholung durch die Kunden außerhalb von geschlossenen Räumen keine Anwendung

Mischbetriebe

Wie Mischbetriebe (teilweise handwerkliche Dienstleistungen, teilweise Verkauf von Handelsware) zu behandeln sind, beantwortet die Verordnung leider nicht. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat mit der Positivliste "FAQ zu 2G im Handel" am 07.12.2021 eine Erläuterung veröffentlicht, welche Regelungen für Mischbetriebe gelten:

Die 2G-Pflicht gilt für Mischbetriebe nicht, wenn

  • der Handelsanteil unter einer Bagatellgrenze von 10% des Gesamtumsatzes liegt. Das bedeutet, der Umsatz, der mit der handwerklichen Leistung erzielt wird, muss bei mindestens 90 % liegen,
  • eine räumliche Trennung zwischen Handelsbereich und Handwerksbereich besteht. Dabei muss sichergestellt sein, dass den räumlich getrennten Handelsbereich nur Kunden betreten können, die nachweislich die 2G-Voraussetzungen erfüllen. Eine kurzzeitige Mischung der Kunden, etwa im Kassenbereich, ist zulässig.

 Andernfalls darf der gesamte Betrieb nur unter 2G-Bedingungen für Kunden öffnen oder es muss auf den Verkauf der Handelsware verzichtet werden.

 1. In Gebieten ohne Hotspot-Lockdown

Für Handwerksbetriebe mit Ladengeschäft, die keine körpernahen Dienstleistungen erbringen, aber nach der zuvor dargestellten Regelung aufgrund ihres Handelsanteils der 2G-Pflicht unterliegen, gelten folgende Hygieneanforderungen:

 2G-Regel

  • Kunden
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Kinder unter 14 Jahren
      Kinder, die älter sind, müssen einen 2G-Nachweis erbringen. Die Ausnahme für Schüler*innen gibt es nicht mehr.
    • Personen, die sich nicht impfen lassen können, mit ärztlichem Attest im Original. Diese Personen müssen aber einen negativen PCR-Test vorlegen.
  • Inhaber*innen und Mitarbeitende
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Getestete Personen mit negativem Testnachweis
      PCR-Test (max. 48 h vor Arbeitsbeginn durchgeführt), täglicher Schnelltest einer Teststation oder beaufsichtigter Selbsttest im Betrieb

 Mindestabstand

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden muss zwingend eingehalten werden.

 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde

 Maskenpflicht

  • Kunden müssen FFP2-Masken tragen.
  • Das Personal muss medizinische Masken tragen, es sei denn, arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen regeln eine FFP2-Maskenpflicht.

 Schriftliches, individuelles Infektionsschutzkonzept.

Testnachweise für die 2G-Regel

Der Betrieb muss sich von seinen Kunden beim Betreten des Ladengeschäfts einen Impf- oder Genesenen-Nachweis zeigen lassen und die Identität überprüfen. Eine Dokumentationspflicht besteht nicht.

Inhaber als auch Mitarbeitende müssen vor der Arbeitsaufnahme einen Impf- oder Genesenen-Nachweis erbringen. Nicht geimpfte oder genesene Inhaber und Mitarbeitende müssen

  • entweder einen PCR-Testnachweis, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde, erbringen, oder
  • einen Testnachweis über einen Schnelltest einer offiziellen Teststation, der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde, an jedem Arbeitstag erbringen, oder
  • einen beaufsichtigten Selbsttest im Betrieb an jedem Arbeitstag durchführen.

Der Inhaber muss die Nachweiskontrollen dokumentieren (Namensliste der Mitarbeiter, Namen der beaufsichtigenden Person, Uhrzeit, Datum, Test positiv oder negativ).

 Kostentragung für die Tests der Mitarbeitenden

Nach Auskunft des Bayerischen Gesundheitsministeriums und Arbeitsministeriums müssen die Mitarbeitenden die Kosten für einen PCR-Test selbst tragen. Dies gilt auch für einen täglich durchgeführten Schnelltest bei einer offiziellen Teststation. Von den Kosten für die Selbsttests im Betrieb trägt der Betrieb die Kosten für zwei Tests, für die restlichen Tage muss der Mitarbeiter die Kosten selbst tragen.

Die Durchführung der Tests wird nicht als Arbeitszeit gezählt

 Beaufsichtigter Selbsttest

Nicht geimpfte oder genesene Inhaber und Mitarbeitende können täglich vor Arbeitsbeginn einen Selbsttest im Betrieb durchführen, der von einem/einer Kollegin beaufsichtigt wird. Die/der beaufsichtigende Kollege*in muss dafür keine Schulung absolviert haben. Der Betrieb muss nach den FAQs des Bundesgesundheitsministeriums keinen Testnachweis erstellen. Es genügt die Dokumentation, dass der Test unter Aufsicht durchgeführt wurde (Namensliste der Mitarbeiter, Namen der beaufsichtigenden Person, Uhrzeit, Datum, Test positiv oder negativ). Der Betrieb kann freiwillig einen Testnachweis erstellen, der aber nur für die Arbeit in dem Betrieb verwendet werden kann.

Hier finden Sie ein Muster für einen Testnachweis.

  Soloselbstständige

(Solo-)Selbstständige, die keine Kollegen*innen haben, die den Selbsttest beaufsichtigen können, dürfen nach Mitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums keinen unbeaufsichtigten Selbsttest durchführen. Dies bedeutet, dass Soloselbständige entweder alle 48 Stunden einen PCR-Test oder täglich einen Schnelltest bei einer offiziellen Teststelle machen müssen.

 2. In Gebieten mit Hotspot-Lockdown

In Gebieten mit Hotspot-Lockdown gelten für Handwerksbetriebe mit Ladengeschäft die gleichen Anforderungen wie in den Gebieten ohne Hotspot-Lockdown (siehe oben) jedoch mit einer Verschärfung: 20 qm Verkaufsfläche pro Kunde.

Was gilt für reine Handwerksbetriebe ohne Handel, die keine körpernahen Dienstleistungen erbringen?

Reine Handwerksbetriebe, die keine körpernahen Dienstleistungen erbringen und keinen Handel betreiben, sind von der 2G-Regel für Kunden nicht betroffen.

Auch Servicehandwerker, die bei Kunden tätig werden, die ihrerseits 2G unterliegen (z.B. in Gaststätten), unterfallen selbst nicht der 2G-Pflicht. Jedoch gilt weiterhin für alle Betriebe in Deutschland 3G am Arbeitsplatz für Inhaber und Mitarbeitende.

Reine Handwerksbetriebe müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  3G am Arbeitsplatz

Inhaber und Mitarbeitende müssen täglich vor Arbeitsbeginn einen 3G-Nachweis erbringen. Dies ist unabhängig von der Größe des Betriebes. Die 3G-Regel erstreckt sich auch auf betriebliche veranlasste Sammeltransporte der Beschäftigten zur oder von der Arbeitsstätte (auch Baustelle).

Ungeimpfte und nicht genesene Inhaber und Mitarbeitende müssen somit täglich vor Arbeitsbeginn mindestens einen Selbsttest durchführen, der von einem/einer Kollegin beaufsichtigt wird. Die/der beaufsichtigende Kollege*in muss dafür keine Schulung absolviert haben. Der Betrieb muss nach den FAQs des Bundesgesundheitsministeriums keinen Testnachweis ausstellen. Es genügt die Dokumentation, dass der Test unter Aufsicht durchgeführt wurde (Namensliste der Mitarbeiter, Namen der beaufsichtigenden Person, Uhrzeit, Datum, Test positiv oder negativ). Der Betrieb kann freiwillig einen Testnachweis ausstellen, der aber nur für die Arbeit in dem Betrieb verwendet werden kann.

Hier finden Sie ein Muster für einen Testnachweis.

Der Arbeitgeber darf seine Mitarbeitenden nach ihrem Impf-, Sero- und Teststatus fragen und die Daten speichern. Ferner hat er die Nachweiskontrollen zu dokumentieren.

Der Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitenden zweimal pro Woche eine kostenlose Testmöglichkeit (z.B. Selbsttest) anzubieten. Die restlichen Tests muss der Mitarbeiter selbst finanzieren. Die Durchführung der Tests wird nicht als Arbeitszeit gezählt.

Kunden benötigen jedoch keinen 3G-Nachweis.

Mindestabstand

Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden muss zwingend eingehalten werden.

 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde, in Hotspot-Gebieten 20 qm.

 Maskenpflicht

Kunden müssen FFP2-Masken tragen.
Das Personal muss medizinische Masken tragen, es sei denn, arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen regeln eine FFP2-Maskenpflicht.

 Schriftliches individuelles Infektionsschutzkonzept.

Was gilt für Fotostudios?

Fotostudios betreiben keine körpernahen Dienstleistungen und unterliegen damit nicht den Sonderregeln für diesen Bereich. Je nachdem, ob ein Fotostudio auch noch Handelsware verkauft, gelten aber unterschiedliche Regeln.

Ein Fotograf, der ein Fotoshooting in einem Bereich macht, der 2G unterliegt (z.B. Hochzeit in einer Gaststätte), unterliegt selbst nicht der 2G-Regel. Für den Fotografen gilt aber - wie für alle anderen Betriebe in Deutschland - 3G am Arbeitsplatz.

Dürfen Handwerksbetriebe weiterhin Präsenzschulungen anbieten?

In Gebieten mit Hotspot-Lockdown dürfen keine Präsenzschulungen angeboten werden. In allen anderen Gebieten dürfen sie unter folgenden Bedingungen durchgeführt werden:

  2G-Regel

  • Teilnehmende
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Kinder unter 14 Jahren. Kinder, die älter sind, müssen einen 2G-Nachweis erbringen. Die Ausnahme für Schüler*innen gibt es nicht mehr.
    • Personen, die sich nicht impfen lassen können, mit ärztlichem Attest im Original.

3G-Regel

  • Inhaber und Mitarbeitende
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenen-Nachweis
    • Getestete Personen mit negativem Testnachweis
      PCR-Test (max. 48 h vor Arbeitsbeginn durchgeführt), täglicher Schnelltest einer Teststation oder beaufsichtigter Selbsttest im Betrieb

 Mindestabstand

Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden.

 Maskenpflicht

  • Teilnehmende müssen FFP2-Masken tragen. An einem festen Sitz- oder Stehplatz kann ein Teilnehmer die Maske abnehmen, wenn der Sicherheitsabstand zu anderen Personen eingehalten wird.
  • Das Personal muss medizinische Masken tragen, es sei denn, arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen regeln eine FFP2-Maskenpflicht.

 Schriftliches individuelles Infektionsschutzkonzept.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Ab 16. März 2022 müssen alle Personen, die beispielsweise in einem Krankenhaus, Altenheim oder in Arztpraxen tätig sind, der Leitung der Einrichtung einen Impf- oder Genesene-Nachweis (2G) erbringen.

Diese Pflicht betrifft auch Friseur*innen, Fußpfleger*innen und Servicehandwerker*innen.

Details finden Sie unter diesem Link.