Neubau des Bildungszentrums Bamberg nimmt letzte Hürden
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Neubau Bildungszentrum BambergNeubau des Bildungszentrums Bamberg nimmt letzte Hürden
Bamberg/Oberfranken. Der Neubau des Bildungszentrums Bamberg der Handwerkskammer für Oberfranken (HWK) nimmt die letzten Hürden: Nachdem im Bundeshaushalt 2025 und 2026 die Fördersummen für Investitionen in Überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) erhöht wurden, wurde das Vorhaben auch auf die Prioritätenliste für 2026 gesetzt und seitens der Fördergeber die Freigabe für die nächste Leistungsphase erteilt. Damit steht für die Handwerkskammer fest: „Wir können 2026 die Arbeiten an unserem neuen Bildungszentrum beginnen.“
Fast neun Jahre liegt der offizielle Planungsstart für den Neubau zurück, seit fast neun Jahren kämpft die Handwerkskammer um die Investition. „Wir sind sehr froh, diese positiven Nachrichten noch vor dem Jahreswechsel erhalten zu haben“, sagt der Präsident der HWK, Matthias Graßmann, bei einem Gespräch zu den neuesten Entwicklungen rund um das Infrastrukturprojekt. „Damit haben sich unsere Bemühungen, die wir seit 2022 mit dem vorzeitigen Kauf des Grundstücks deutlich intensiviert haben, nun auch gelohnt. Unser Projekt gehört zu den bundesweit sehr wenigen Vorhaben, die im kommenden Jahr gefördert und damit umgesetzt werden können.“
Gute Nachrichten zum Jahresende: Die Bauarbeiten für das neue Bildungszentrum in Bamberg sollen im Herbst 2026 starten.
Die formelle Förderzusage für das rund 70 Millionen teure Projekt erhofft sich die Handwerkskammer für Februar oder März des neuen Jahres. Dennoch gehen die Vorarbeiten an dem Vorhaben bereits weiter. „Die vorzeitige Freigabe der Leistungsphase 5 durch die Fördergeber ermöglicht uns, bereits jetzt die Ausführungsplanung voranzutreiben und die notwendigen Ausschreibungen vorzubereiten. Dies spart uns enorm viel Zeit“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der HWK, Reinhard Bauer.
So habe bereits vergangene Woche ein Treffen mit den Fachplanern stattgefunden. „Wir agieren hier nun sehr schnell. Ziel ist, im Herbst die Bagger auf der Baustelle zu haben.“ Dafür nehme die Kammer in Kauf, dass die schriftliche Förderzusage samt der exakten Förderquote noch aussteht. Wichtig ist Bauer in diesem Zusammenhang, dass die HWK ihre Finanzplanung hinsichtlich möglicher Baukostensteigerungen im Projektverlauf vorsorglich auf 80 Millionen Euro ausgerichtet habe.
Die Fachplaner und Architekt Peter Schwinde (links) starten bei der ersten Besprechung die Ausführungsplanung.
Intensive politische Zusammenarbeit
Dass der Neubau kommendes Jahr tatsächlich gefördert werden soll und die Bauarbeiten damit starten können, ist keine Selbstverständlichkeit. Graßmann: „Angesichts der immer schwieriger werdenden finanziellen Lage im Bund, hat kaum jemand geglaubt, dass wir dies schaffen können.“ Möglich sei dieser Erfolg tatsächlich nur mit sehr viel Einsatz kammerseits – von einem sehr wirksamen, offenen Brief, bis hin zu unzähligen Gesprächen und Terminen – und sehr guter politischer Unterstützung durch die oberfränkischen Abgeordneten in Bund und Land geworden, allen voran der Bamberger SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz. Die Mandatsträger der SPD, CSU und der Grünen hätten sich parteiübergreifend und gemeinsam intensiv dafür eingesetzt, dass das Bildungszentrum 2026 gefördert werde. „Dies ist für uns die zweite, richtig gute Nachricht: Hier zeigt sich für unsere Betriebe, dass auch das Handwerk in der Politik gesehen wird und die politische Zusammenarbeit noch funktionieren kann.“
Das neue Bildungszentrum Bamberg
Das neue Bildungszentrum an der Forchheimer Straße in Bamberg wird rund 9.200 Quadratmeter Nutzfläche einnehmen. Insgesamt werden darin 15 moderne Werkstätten für die Gewerke Maler- und Lackierer, Kfz-Technik, Metall/Schweißen, Bau, Zimmerer und Elektrotechnik mit rund 8.500 Quadratmetern Fläche geplant. Dazu kommen Technikräume, Lagerflächen, Abstellräume und Sanitäranlagen. Das Grundstück – die Fläche gegenüber der Brose Arena Bamberg ist rund 32.500 Quadratmeter groß – bietet zudem Raum für mögliche Erweiterungen.
Sehen Sie hier den Beitrag zu dem Termin:
Bamberg, 22. Dezember 2025