Nicht jeder Stein ist gleich. Christian Franke von den Meier Betonwerken zeigte Einblicke in den Produktionsprozess.
HWK für Oberfranken
Nicht jeder Stein ist gleich. Christian Franke von den Meier Betonwerken zeigte Einblicke in den Produktionsprozess.

"Zukunft Bau 2025": Weiterbildungsreihe gestartet

In insgesamt 5 Modulen rüstet sich das oberfränkische Baugewerbe für die Zukunft

Bayreuth. Kompakt, wohnortnah und thematisch auf Höhe der Zeit – das waren die Anforderungen an praxisnahe Weiterbildungen, die das oberfränkische Baugewerbe an die HWK für Oberfranken herantrug. Die Kammer entwickelte daraus im Rahmen des Projekts „Zukunft Bau 2025“ in kürzester Zeit eine erste, passgenaue Weiterbildungsreihe. Mit Unterstützung der Rainer Markgraf Stiftung startete nun das erste Modul. Jedes Modul widmet sich einem bestimmten Praxisthema, das mit Fachvorträgen durchleuchtet und mit Ausstellungen und Vorführungen ergänzt wird. Zum Auftakt ging es um die Themen Bauphysik und innovative Wandbaustoffe. Rund 30 Teilnehmer nutzten das Weiterbildungsangebot.

 „Spricht man von Bauphysik, so muss man die beiden Hauptbestandteile Wärmeschutz und Schallschutz gleichermaßen im Auge behalten“, so der Referent Werner Rüger vom Ingenieurbüro IBAS aus Bayreuth. Beide gehören eng zusammen, liefen aber auch schon mal konträr auseinander. „Was gut für den Wärmeschutz ist, muss nicht immer gut für den Schallschutz sein“, so Rüger. In seinem Vortrag zeigte er den Teilnehmern nicht nur die Entwicklung der Baustoffe auf, sondern ging insbesondere auf die jeweiligen Berechnungsverfahren und gesetzliche Vorgaben ein. So lernten die Teilnehmer die Vorzüge aber auch Nachteile der verschiedenen Mauerwerksarten kennen, um so selbst eine Einschätzung treffen zu können, welche Baustoff für welche Herausforderung am besten geeignet ist.

 Ein wichtiges Prinzip der Weiterbildungsreihe ist die Tatsache, dass der theoretische Hintergrund durch Anwendungsbeispiele ergänzt wird. Und so gab es jede Menge Informationen aus der Praxis für die anwesenden Praktiker. Christian Franke (Meier Betonwerke) gab einen detaillierten Einblick in den Produktionsprozess und die Weiterentwicklung von Leichtbetonelementen. Oliver Betz (Kalksandstein-Bauberatung Bayern GmbH) zeigte die optimale Verwendung von Kalksandsteinen in Sachen Wärme- und Schallschutz auf. Raimund Griebel (Leipfinger Bader Ziegelwerke) beschäftige sich in seinem Vortrag mit der Weiterentwicklung von Ziegelsteinen als Baumaterial und Matthias Adam (Franken Maxit) verwies auf die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Mörtelsystemen im Mauerbau.

 „Eine rundherum gelungene Mischung aus Theorie und Praxis“, so das Fazit des zuständigen Projektleiters der Handwerkskammer für Oberfranken, Dipl.-Ing. Helmut Kohler. Er verwies zugleich auf die folgenden vier Module, die am 15. und 22. Februar sowie am 1. und 22. März, jeweils von 13 bis 17 Uhr, in Bayreuth über die Bühne gehen. Themen werden u. a. die Optimierung des Bauablaufes (BIM), Digitales Bauen, Selbstmanagement 9.0 oder Digitale Datenerfassung sein. Diese Module können entweder einzeln oder komplett gebucht werden. Nähere Details und Anmeldemöglichkeiten gibt’s unter www.hwk-oberfranken.de/WeiterbildungPraxisBau .

 Ansprechpartner

Ulrich Förtsch

Tel. 0921 910-186
Fax 0921 910-45186
ulrich.foertsch--at--hwk-oberfranken.de



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Informationen

Das Projekt Zukunft Bau 2025 der HWK für Oberfranken wird von der Rainer Markgraf Stiftung unterstützt. Informationen zur Stiftung finden Sie auf der Homepage unter www.rainer-markgraf-stiftung.de .

Informationen aus dem bayerischen Baugewerbe bietet der Auftritt des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen www.lbb-bayern.de .

Hier können Sie sich zu den Modulen anmelden.