Coronavirus: Informationen für Handwerksbetriebe

Aktuelle Auflagen für Öffnungen, Betriebe mit Ladengeschäften, Ausgangsbeschränkungen

21. Oktober 2021 - Aktuelle Regelungen für die Öffnung von Handwerksbetrieben

Ab 19.10.2021: Testpflicht für ungeimpfte Inhaber und Mitarbeiter in Betrieben körpernaher Dienstleistungen

Ab Dienstag, 19.10.2021, gelten die 3G-, 2G- oder 3Gplus-Regel nicht mehr - wie bisher - nur für Kunden sondern auch für Inhaber und Mitarbeiter mit Kundenkontakt. Dies betrifft nur Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen oder Lebensmittelhandwerker, die ein gastronomisches Angebote vergleichbar einem Gastronomiebetrieb haben. Danach müssen deren ungeimpfte Inhaber und Mitarbeiter bei 3G sich zweimal pro Woche testen und bei 3Gplus PCR-getestet sein. Bei der freiwilligen Anwendung von 2G müssen dann aber auch Inhaber und Mitarbeiter ausschließlich genesen oder geimpft sein.

Für sonstige Handwerker, die in Betrieben, die der 3G-Regel unterfallen, Aufträge zu erfüllen haben, betrifft die Testpflicht nicht.

 

Wie lange gelten die Einschränkungen für Betriebsöffnungen?

Die Auflagen für Betriebsöffnungen gelten vorerst bis 29.10.2021.


Was gilt für Handwerksbetriebe mit Kundenverkehr?

Alle Handwerksbetriebe, auch die mit Kundenverkehr dürfen öffnen, egal wie hoch die 7-Tage-Inzidenz ist.

Die 3G-Regel gilt nur für körpernahe Dienstleistungen und Gastronomiebetriebe. Sie gilt hingegen nicht für alle anderen Handwerksbetriebe, weder für deren Kunden noch das Personal.

Die Beschränkung der Kundenzahl auf ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche ist entfallen.

Es gelten für alle Betriebe - außer für Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen - die gleichen, unten dargestellten Hygieneanforderungen. Für Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, und Gastronomiebetriebe gelten höhere Auflagen.



Hygieneanforderungen:

  • Mindestabstand
    Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden aber auch zwischen Personal und Kunden wird nur noch empfohlen.
  • Maskenpflicht
    Die Maskenpflicht besteht nur noch in Gebäuden und geschlossenen Räumen. Kunden aber auch das Personal müssen mindestens medizinische Masken tragen.
    Ausnahmen:
    - Wenn Kunden oder Personal einen festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz eingenommen haben und 1,5 Meter Abstand zur nächsten Person einhalten, können sie ihre Maske abnehmen.
    - Die Maskenpflicht für das Personal besteht im Kassen- und Thekenbereich nicht, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
    - Die Maske kann abgenommen werden, soweit die Art der Dienstleistung das Tragen der Maske nicht möglich macht (z.B. Bartrasur).
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept bei Kundenverkehr.

Was gilt für Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen?

Körpernahe Dienstleistungen erbringen insbesondere Friseur-, Kosmetik- und Fußpflegebetriebe sowie Nagelstudios.

Hingegen zählen dazu nicht Schneider*innen oder Fotografen*innen, auch wenn sie im Rahmen ihrer Dienstleistungen den Kunden berühren müssen. Nach unserer Auffassung sind auch Augenoptiker*innen und Hörakustiker*innen nicht zu den körpernahen Dienstleistern zu zählen, da nur während eines geringen Teils der gesamten Dienstleistungserbringung Kundenkontakt besteht.

Die Beschränkung der Kundenzahl auf ein Kunde pro 10 qm Behandlungsraumfläche ist entfallen.

Zugangsbeschränkungen:

Für alle Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, gelten in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 35 Zugangsbeschränkungen. Die gesetzliche Grundregel ist 3G. Betriebe können aber anstatt der 3G-Regel freiwillig die 2G-Regel oder 3G plus-Regel anwenden. Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums kann die freiwillige 2G- oder 3G plus-Regel auch nur an einzelnen Tagen angewandt werden.

Die drei verschiedenen Modelle werden im Folgenden dargestellt.

3G

  • Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, dürfen in geschlossenen Räumen ihre Dienstleistungen nur anbieten, wenn sowohl Kunden als auch Inhaber und Mitarbeiter mit Kundenkontakt folgende Bedingungen erfüllen:
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis
    • Genesene Personen mit Genesenennachweis
    • Getestete Personen mit schriftlichem oder elektronischem negativen Testnachweis (Zu den Testnachweisen siehe unten „Testnachweise für die 3G-Regel bei Friseur-, Kosmetik- und Fußpflegebetrieben sowie Nagelstudios)
    • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
    • Schüler*innen, da diese regelmäßig in der Schule getestet werden. Laut Auskunft des Bayerischen Gesundheitsministerium gilt für Schüler die Ausnahme von der Testpflicht auch während der Ferien.
  • Mindestabstand
    Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden aber auch zwischen Personal und Kunden wird empfohlen. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird, besteht Maskenpflicht.
  • Maskenpflicht
    Kunden aber auch das Personal müssen mindestens medizinische Masken tragen.
  • Ausnahmen:
    • Die Maske kann abgenommen werden, soweit die Art der Dienstleistung das Tragen der Maske nicht möglich macht (z.B. Bartrasur).
    • Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit.
    • Wenn Kunden einen festen Sitzplatz eingenommen haben und 1,5 Meter Abstand zur nächsten Person (anderer Kunde oder Personal) einhalten, können sie ihre Maske abnehmen.
    • Die Maskenpflicht für das Personal entfällt im Kassen- und Thekenbereich, wenn durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist.
    • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept bei Kundenverkehr.
    • Kontaktdaten der Kunden erheben (Vor- und Zunamen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum (Datum, Uhrzeit) des Aufenthaltes).

Freiwilliges 2G

  • Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, dürfen in geschlossenen Räumen ihre Dienstleistungen nur anbieten, wenn sowohl Kunden als auch Inhaber und Mitarbeiter mit Kundenkontakt folgende Bedingungen erfüllen:
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis,
    • Genesene Personen mit Genesenennachweis,
    • Kinder bis zum zwölften Geburtstag.
  • Mindestabstand
    Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden wird empfohlen.
  • Maskenpflicht
    Kunden müssen keine Masken tragen.
    Hinsichtlich der Maskenpflicht des Personals ist der Arbeitsschutz zu beachten. Nach unserer Einschätzung der Arbeitsschutzregeln ist das Personal dann von der Maskenpflicht befreit, wenn jede/r Mitarbeiter*in geimpft oder genesen ist. Ist ein/e Mitarbeiter*in nicht geimpft oder der Impfstatus unbekannt, müssen alle Mitarbeiter*innen mindestens eine medizinische Maske tragen.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.
  • Kontaktdaten der Kunden erheben (Vor- und Zunamen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum (Datum, Uhrzeit) des Aufenthaltes).
  • Deutlicher Hinweis auf 2G-Zugangsbeschränkung, am besten an der Ladentür.
  • Zugangskontrolle mit Identitätsüberprüfung.
  • Anzeige an örtliche Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt), dass 2G-Regel gewählt wird.

Freiwilliges 3G plus

  • Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, dürfen in geschlossenen Räumen ihre Dienstleistungen nur anbieten, wenn sowohl Kunden als auch Inhaber und Mitarbeiter mit Kundenkontakt folgende Bedingungen erfüllen:
    • Geimpfte Personen mit Impfnachweis,
    • Genesene Personen mit Genesenennachweis,
    • Getestete Personen mit schriftlichem oder elektronischem Nachweis über negativen PCR-Test (vor höchstens 48 Stunden),
    • Kinder bis zum zwölften Geburtstag,
    • Schüler*innen, da diese regelmäßig in der Schule getestet werden. Laut Auskunft des Bayerischen Gesundheitsministerium gilt für Schüler die Ausnahme von der Testpflicht auch während der Ferien.
  • Mindestabstand
    Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden wird empfohlen.
  • Maskenpflicht
    Kunden müssen keine Masken tragen.
    Hinsichtlich der Maskenpflicht des Personals ist der Arbeitsschutz zu beachten. Nach unserer Einschätzung der Arbeitsschutzregeln muss das Personal medizinische Masken tragen.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.
  • Kontaktdaten der Kunden erheben (Vor- und Zunamen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum (Datum, Uhrzeit) des Aufenthaltes).
  • Deutlicher Hinweis auf 3G-Zugangsbeschränkung, am besten an der Ladentür.
  • Zugangskontrolle mit Identitätsüberprüfung.
  • Anzeige an örtliche Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt), dass 3G plus-Regel gewählt wird.






Testnachweise für die 3G-Regel bei Friseur-, Kosmetik- und Fußpflegebetrieben sowie Nagelstudios



Der Betrieb muss sich von seinen Kunden vor Beginn der Dienstleistung einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis zeigen lassen. Eine Dokumentationspflicht besteht nicht.

Inhaber als auch Mitarbeiter, die Kundenkontakt haben, müssen vor der Arbeitsaufnahme einen Impf- oder Genesenennachweis erbringen. Nicht geimpfte oder genesene Inhaber und Mitarbeiter müssen an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche einen Testnachweis erbringen.

Folgende Testnachweise sind möglich:

  • PCR-Test vor höchstens 48 Stunden
  • Schnelltest einer offiziellen Teststation vor höchstens 24 Stunden
  • Beaufsichtigter Selbsttest

Beaufsichtigter Selbsttest

  • Kunde
    Der Betrieb kann dem Kunden, der keinen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegen kann, anbieten, dass der Kunde im Betrieb einen Selbsttest durchführt. Die Durchführung des Selbsttests muss der Betrieb beaufsichtigen. Ferner muss der Betrieb einen Testnachweis als Nachweis für den durchgeführten beaufsichtigten Selbsttest erstellen. Der Testnachweis kann aber nur für die anschließende Dienstleistung, hingegen nicht anderweitig, z.B. zum Besuch im Restaurant, genutzt werden.
  • Inhaber und Mitarbeiter
    Nicht geimpfte oder genesene Inhaber und Mitarbeiter können zweimal pro Woche vor Arbeitsbeginn einen Selbsttest im Betrieb durchführen, der von einem/einer Kollegen*in beaufsichtigt wird. Die/der beaufsichtigende Kollege*in muss dafür keine Schulung absolviert haben. Der Betrieb muss dann einen Testnachweis erstellen. Der Testnachweis kann aber nur für die Arbeit, hingegen nicht anderweitig, z.B. zum Besuch im Restaurant, genutzt werden. Der Testnachweis der Inhaber muss zwei Wochen aufbewahrt werden.

    (Solo-)Selbständige, die keine Kollegen*innen haben, die den Selbsttest beaufsichtigen können, dürfen nach Mitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums keinen unbeaufsichtigten Selbsttest durchführen. Dies bedeutet, dass Soloselbständige zweimal pro Woche einen Schnelltest bei einer offiziellen Teststelle machen müssen.

Wann tritt die 3G-Regel in Kraft bzw. wieder außer Kraft?

Die 3G-Regel der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist vom Überschreiten bzw. Unterschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 35 abhängig.

Die 3G-Regel tritt aber nicht sofort in Kraft bzw. wieder außer Kraft, wenn der Schwellenwert von 35 überschritten bzw. unterschritten ist, sondern erst dann, wenn die Entwicklung einige Tage stabil geblieben ist. Das jeweilige Landratsamt / die kreisfreie Stadt veröffentlicht, ab wann die Regeln der neuen Inzidenzstufe angewandt werden dürfen bzw. müssen.

Inzidenzstufenänderung nach oben

Die 7-Tage-Inzidenz muss drei Tage lang ununterbrochen über dem Schwellenwert von 35 liegen, dann muss die 3G-Regel ab dem übernächsten Tag angewandt werden.

Inzidenzstufenänderung nach unten

Die 7-Tage-Inzidenz muss drei Tage lang ununterbrochen unter dem Schwellenwert von 35 liegen, dann braucht die 3G-Regel ab dem übernächsten Tag nicht mehr angewandt werden.

Hier veröffentlicht das Robert-Koch-Institut die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz aller deutschen Landkreise.



Was gilt für Fotografen?

Fotografen dürfen alle Gruppen so fotografieren, wie diese zusammengekommen sind. Der Fotograf ist dabei nicht verantwortlich, dass die Kontaktbeschränkungen und das Abstandsgebot eingehalten werden.

Es ist zu empfehlen, dass der Fotograf seinem Auftraggeber mitteilt, dass der Auftraggeber für die Beachtung der Corona-Regelungen zu sorgen hat. In Zweifelsfällen kann sich der Auftraggeber beim örtlichen Gesundheitsamt erkundigen.



Dürfen Handwerksbetriebe weiterhin Präsenzschulungen anbieten?

Es dürfen alle Präsenzschulungen durchgeführt werden.

Dabei ist zu beachten, dass bei Präsenzveranstaltungen möglichst der Mindestabstand einzuhalten ist. Soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, besteht Maskenpflicht.

Folgende Hygieneregelungen sind zu beachten:

  • 3G-Regel
  • Für Veranstalter von Präsenzschulungen gilt in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 35 die sog. 3G-Regel.

    In geschlossenen Räumen dürfen dann Präsenzschulungen nur angeboten werden, wenn sowohl Kunden als auch Inhaber und Mitarbeiter mit Kundenkontakt folgende Bedingungen erfüllen:

    Geimpfte Personen mit Impfnachweis

    Genesene Personen mit Genesenennachweis

    Getestete Personen mit schriftlichem oder elektronischem negativen Testnachweis (Zu den Testnachweisen siehe oben „Testnachweise für die 3G-Regel bei Friseur-, Kosmetik- und Fußpflegebetrieben sowie Nagelstudios)

    Kinder bis zum sechsten Geburtstag

    Schüler*innen, da diese regelmäßig in der Schule getestet werden. Laut Auskunft des Bayerischen Gesundheitsministerium gilt für Schüler die Ausnahme von der Testpflicht auch während der Ferien.

  • Mindestabstand
    Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden aber auch zwischen Personal und Kunden wird nur noch empfohlen. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird, besteht Maskenpflicht.
  • Maskenpflicht
    Kunden aber auch das Personal müssen mindestens medizinische Masken tragen.
    Ausnahmen:
    - Die Maske kann abgenommen werden, soweit die Art der Dienstleistung das Tragen der Maske nicht möglich macht (z.B. Schminkkurse).
    - Wenn Kunden einen festen Sitzplatz eingenommen haben und 1,5 Meter Abstand zur nächsten Person (anderer Kunde oder Personal) einhalten, können sie ihre Maske abnehmen.
  • Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept.

Auch im Bereich der Präsenzschulungen kann anstatt der 3G-Regel freiwilliges 2G oder freiwilliges 3G plus gewählt werden. Die Regelungen sind dann ganz ähnlich wie für die Erbringung von körpernahen Dienstleistungen. Bitte lassen Sie sich von uns beraten, wenn Sie eines dieser Modelle wählen wollen.

Darf jeder Betrieb einen beaufsichtigten Selbsttest bescheinigen?

Jeder Betrieb darf seinen Mitarbeitern eine sog. betriebliche Testung anbieten. Dazu muss der Betrieb eine dafür geschulte Person beauftragen, entweder die Tests an den Mitarbeitern durchzuführen oder Selbsttests der Mitarbeiter zu beaufsichtigen. In beiden Fällen darf der Betrieb seinen Mitarbeitern einen Testnachweis ausstellen, der dann 24 Stunden Gültigkeit hat. Angebote für Schulungen sind im Internet zu finden. Eine reine Online-Schulung reicht nach Auskunft des Gesundheitsministeriums nicht aus.

 Link Testnachweis.

Kann das Landratsamt strengere Regelungen treffen?

Das örtliche Landratsamt bzw. die kreisfreie Stadt kann bei einem regional hohen Ausbruchsgeschehen strengere Maßnahmen durch eine sogennante Allgemeinverfügung treffen. Informationen hierzu findet man auf der Homepage des jeweiligen Landratsamts bzw. der kreisfreien Stadt.