Hilfen für Betriebe

Informationen zu Kurzarbeitergeld, Soforthilfen, Steuerstundungen und arbeitsrechtlichen Auswirkungen im Rahmen der Corona-Pandemie

Sollten Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an den für Sie und Ihren Betriebsort zuständigen Betriebsberater. Zu der Übersicht, welcher Berater welche Region betreut und zu den Kontaktdaten, kommen Sie über den Link "Betriebswirtschaftliche Beratung".

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf den Lehrstellenmarkt abzufedern, hat die Bundesregierung Hilfen in Millionenhöhe beschlossen. Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" sieht Maßnahmen von insgesamt 500 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen in den Jahren 2020 und 2021 vor. Gefördert werden Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen. 

  • Betriebe, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind, bekommen eine Prämie, wenn sie ihr Ausbildungsniveau halten. Konkret sollen sie für jeden für das Ausbildungsjahr 2020/2021 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag 2.000 Euro erhalten.     
  • Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot erhöhen, soll eine Prämie von 3.000 Euro für jeden gegenüber dem früheren Niveau zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag gezahlt werden.
  • Ausbildungsbetriebe, die ihre Aktivitäten auch in der Krise fortsetzen und für Auszubildende sowie deren Ausbilder keine Kurzarbeit anmelden, werden besonders unterstützt. Geplant ist eine Förderung von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung. Sie greift für jeden Monat, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat. Diese Unterstützung ist befristet bis zum 31. Dezember 2020.
  • Gefördert werden auch Betriebe, die Auszubildende übernehmen, deren Unternehmen die Ausbildung pandemiebedingt übergangsweise nicht fortsetzen können. Hier läuft die Befristung bis zum 30. Juni 2021. 
  • Unternehmen, die Auszubildende von Betrieben übernehmen, die Insolvenz anmelden mussten, erhalten eine Prämie von 3.000 Euro pro aufgenommenen Auszubildenden. Auch diese Unterstützung ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

Download: Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

****************************************************************

Überbrückungshilfe der Bundesregierung

Das Bundeskabinett hat die Eckpunkte für die neue "Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen" veröffentlicht. In diesen sind festgelegt, welche Betriebe unter welchen Voraussetzung Mittel beantragen können. Die Laufzeit der Maßnahmen umfasst drei Monate (Juni, Juli und August 2020), insgesamt stehen dafür maximal 25 Milliarden Euro zur Verfügung. 

Den aktuellen Stand der Eckpunkte lesen Sie hier: "Eckpunkte der Überbrückungshilfe der Bundesregierung".

Die Überbrückungshilfe kann rückwirkend für die Zeit ab 1. Juni gestellt werden, angewandt werden soll ein digitales, zweistufiges Antragsverfahren durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Zuständig für die Durchführung sind die Bundesländer.

Eine Antragsstellung ist noch nicht möglich! Die Überbrückungshilfe kann voraussichtlich ab der ersten Julihälfte und bis spätestens 31. August 2020 beantragt werden. Rechtsgrundlage für die Antragstellung wird eine Bayerische Förderrichtlinie sein, die in Kürze erlassen wird.

Informationen finden Sie auch im Themenblatt zur Überbrückungshilfe.

****************************************************************

Befristete Senkung der Umsatzsteuer

Zur Belebung der Nachfrage werden ab 1. Juli die Umsatzsteuersätze für sechs Monate von 19 % auf 16 % sowie von 7 % auf 5 % gesenkt werden. Da weniger als vier Wochen Zeit zur Vorbereitung verbleiben, sollten Sie sich sofort mit den notwendigen Anpassungen auseinandersetzen (Änderung in Kassensystemen, Buchhaltung, etc.) und sich mit Ihrem Steuerberater besprechen. Die wesentlichen Punkte finden Sie im Entwurf eines begleitenden Schreibens, das derzeit vom Bundesfinanzministerium mit den obersten Finanzbehörden der Länder abgestimmt wird. Das endgültige Ergebnis der Erörterungen bleibt aber noch abzuwarten. Einen kurzen Überblick mit allgemeinen Informationen finden Sie im Merkblatt des ZDH, das wir Ihnen zum Download eingestellt haben.

Darüber hinaus haben wir ein Merkblatt zu den Auswirkungen der Umsatzsteuersenkung auf Bauleistungen für Sie zum Download bereitgestellt.

Die Reduzierung der Preise ist mit einem Aushang gemäß § 9 Abs. 2 PAngV möglich, um nicht umfänglich alle Preise umzeichnen zu müssen. Im Download finden Sie ein Schreiben des BMWi vom 10.06.2020 zu der aufgeworfenen Frage. Wichtig ist zu beachten, dass preisgebundene Waren oder Dienstleistungen nicht rabattiert werden dürfen, das gilt beispielsweise für staatsentlastende Tätigkeiten wie die Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO.



Entschädigungszahlungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Personen, die als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern Verboten in der Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit unterliegen oder unterworfen werden (§ 42 und § 31 IfSG) und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen eine Entschädigung erhalten.

Bei der momentanen aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Coronavirus-Situation besteht unter bestimmten Voraussetzungen ggf. auch die Möglichkeit einer personenbezogenen Entschädigung. Dazu ist insbesondere eine offiziell gegenüber einer Person angeordnete Absonderung bzw. häusliche Isolierung (Quarantäne) nach § 30 IfSG durch die zuständige Behörde erforderlich. Finanzielle Nachteile wegen Schließungen ganzer Betriebe oder aufgrund von Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen fallen nicht hierunter!

Einen Antrag auf Entschädigungszahlung können Sie bei der Regierung von Oberfranken stellen. Dort finden Sie auch das Antragsformular.

Steuerstundung

Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer können gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden.

Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt Folgendes: Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat können die Finanzämter im konkreten Einzelfall teilweise oder ganz verzichten, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

Den Antrag zur Steuerstundung finden Sie nachfolgend. Ansprechpartner ist Ihr zuständiges Finanzamt.

Aussetzen der Beitragszahlungen zu Rentenversicherung

Die Deutschen Rentenversicherung (DRV) weist darauf hin, dass Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (i.d.R. über die Handwerkerrentenversicherung) und durch die Corona-Krise in finanzielle
Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen. Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlung beantragen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der DRV-Internetseite.

Stundung/Erleichterung bei Beiträgen von Berufsgenossenschaften

Mehrere Berufsgenossenschaften bieten ihren Mitgliedern Unterstützung an, die durch das Coronavirus außergewöhnlich belastet sind. Mit dieser schnellen und unbürokratischen Hilfe wollen die Berufsgenossenschaften dazu beitragen, dass die Handwerksbetriebe infolge der Corona-Krise nicht zu starke Liquiditätseinbußen erleiden. 

Nähere Informationen und Hinweise zur Antragstellung finden Sie unter nachstehenden Links ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft:

Rückzahlung von Umsatzsteuersondervorauszahlungen

Zur Schaffung von Liquidität soll diese Sondervorauszahlung den durch die Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen wieder zur Verfügung gestellt werden. Ansprechpartner ist das zuständige Finanzamt. Falls zum Verfahren weitere oder besondere Details bekannt werden, werden wir die hier veröffentlichen.

Grundsätzlich müssen Unternehmer nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums bis zum 10. des Folgemonats ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen an das Finanzamt übermitteln. Damit wird auch die Umsatzsteuer fällig.

Auf Antrag kann den Unternehmen eine Dauerfristverlängerung um einen Monat gewährt werden. Bei Unternehmen, welche die Umsatzsteuer monatlich anmelden, ist dies jedoch von der Leistung einer Sondervorauszahlung abhängig. Diese beträgt 1/11 der Summe der Vorauszahlungen für das vorangegangene Kalenderjahr. Sie wird bei der letzten Voranmeldung des Jahres angerechnet.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen zunächst für die Monate März bis Mai 2020 gestundet werden. Stundungen sind längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren.

  • Wird eine Stundung bewilligt, werden Stundungszinsen nicht berechnet. Auch einer Sicherheitsleistung bedarf es nicht.
  • Ebenfalls soll von der Erhebung von Säumniszuschlägen oder Mahngebühren abgesehen werden.
  • Der Antrag kann formlos an die jeweils zuständige Krankenkasse gestellt werden. Eine glaubhafte Erklärung des Arbeitgebers, dass er erheblichen finanziellen Schaden durch die Pandemie, beispielsweise in Form von erheblichen Umsatzeinbußen, erlitten hat sowie der Bezug auf § 76 SGB IV soll in aller Regel ausreichend sein.
  • Diese Hilfestellungen sollen auch für freiwillig in der GKV versicherte Selbstständige gelten. Bei diesen Selbstständigen ist allerdings zu prüfen, ob vor einer Stundung auch die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung wegen eines krisenhaften Gewinneinbruchs in Betracht kommt.

Einen Musterantrag zur Erstattung zur Sozialversicherungsbeiträge können SIe hier herunterladen:

Hier die Pressemitteilung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung vom 25.03.2020:

https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/presse/pressemitteilungen/2020/PM_2020-03-25_Beitragsstundungen.pdf

Soforthilfen

Das Bayerische Sofortorthilfeprogramm (wie auch das Soforthilfeprogramm des Bundes) wurde am 31. Mai 2020 beendet! Damit ist keine Antragstellung mehr möglich!



Hotline der Betriebsberatung der HWK für Oberfranken:
0921 910 150

Kurzarbeitergeld

Betriebe und ihre Mitarbeiter erhalten ab sofort einen erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld. Die Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt. Ansprechpartner sind die Arbeitsagenturen vor Ort. Außerdem wurde die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld von bisher zwölf auf 21 Monate verlängert. Befristet ist diese Verlängerung zunächst bis zum 31. Dezember 2020.

Außerdem hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung am 22. April 2020 beschlossen, das Kurzarbeitergeld übergangsweise zu erhöhen. So bekommen diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs  70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts. Dieser erhöhte Betrag wird bis längstens 31. Dezember 2020 gewährt.

Die Bundesagentur hat eine weitere Weisung zur Vereinfachung des Antrags auf Kurzarbeit herausgegeben und in diesem Zusammenhang einen Kurz-Antrag veröffentlicht. Den Antrag können Sie rechts herunterladen. Weitere Informationen finden Sie unter nachfolgendem Link:

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall

Den Antrag können Sie auch schnell jederzeit online über das Online-Portal eServices der Arbeitsangentur einreichen.

Des Weiteren wurde inzwischen eine Sonderregelung zu Nebeneinkünften während der Phase der Kurzarbeit getroffen. Auch dazu finden Sie die neuesten Informationen nebenstehend.

Und: Die Arbeitsagentur stellt Ihnen sowohl eine Präsentation (mit Links zu Erklär-Videos), spezifische FAQ als auch ein Anschreiben mit den wichtigsten Eckdaten zur Verfügung.

Steuererleichterungen / Sonderzahlungen / Regelungen Grenzpendelnde

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat einen umfassenden Fragen- und Antworten-Katalog (FAQ) zu den steuerlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise veröffentlicht (aktueller Stand: 05. Juni 2020). Darin sind alle steuerlichen Aspekte zusammengefasst, die zwischen Bund und Ländern abgestimmt sind. Die entsprechende Webseite des Bundesfinanzministeriums, die regelmäßig aktualisiert wird, finden Sie hier.

Zudem hat das Bundeskabinett am 5. Juni 2020 den Entwurf für das "Zweite "Corona-Steuerhilfegesetz" gebilligt. Die wichtigsten Regelungen darin und den Regierungsentwurf finden Sie hier.

Zuvor wurden bereits Sonderzahlungen, die Betriebe an Beschäftigte in 2020 leisten, bis zu einem Beitrag von 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn und zwischen 1. März und 31. Dezember 2020 geleistet werden.

Neu seit dem 22. April 2020 ist eine weitere Form der Liquiditätshilfe:  Konkret können von der Pandemie betroffene Unternehmen, die in diesem Jahr voraussichtlich einen Verlust ausweisen müssen, nun bereits getätigte Steuervorauszahlungen zurückerhalten. Das gilt für Vorauszahlungen, die für das erste Quartal 2020 geleistet wurden. Zusätzlich können sie 15 Prozent der im Jahr
2019 gezahlten Vorauszahlungen zurückerstattet bekommen. Weitere Details zu dieser Liquiditätshilfe entnehmen Sie bitte dem Schreiben von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, das wir rechts zum Download beigefügt haben.

Regelungen für Grenzpendelnde

In Klärung ist das Bundesfinanzministerium, wie durch die Corona-Pandemie aufgetretene steuerliche Probleme für Grenzpendelnde gelöst werden können. Denn: Durch die Beschränkungen bei Grenzübergängen und vermehrt angeordnete Home-Office-Lösungen könnten Wechsel beim Besteuerungsrecht entstehen. Das BMF strebt daher dazu Sonderregelungen an, die aber bilateral geschlossen werden müssen.

KfW-Förderprogramme/Überbrückungsfinanzierung / Liquiditätsprobleme

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium schließen mit ihrer Entscheidung für ein weiteres KfW-Programm, das sogenannte Schnellkreditprogramm, die Förderlücke für Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern.

Das Schnellkreditprogramm richtet sich an Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten, die die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.

Voraussetzung ist, dass das Unternehmen zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen ist und zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen kann.

Für die Hausbanken besteht für die KfW-Programme eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Die Eckpunkte zu dem neuen "Schnellkreditprogramm" der KfW finden Sie hier:

www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/04/2020-04-06-gemeinsame-pm-bmf-bmwi-kfw.html

Eine Auszahlung der Mittel soll frühestens Ende der KW 15 möglich sein!

Weitere Informationen zu den KfW-Corona-Hilfen finden Sie auf der Webseite der KfW-Bank:

www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Schnellkredit der LfA für Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern

Ergänzend zum KfW-Schnellkreditprogramm, welches sich an Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten richtet, hat nun die LfA für Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern den LfA-Schnellkredit aufgelegt.

Die Darlehen werden ohne Risikoprüfung ausgereicht und ermöglichen eine kostenlose außerplanmäßige Tilgung. Es können Kredite in einer Höhe von bis zu 50.000 Euro (bis 5 Mitarbeiter) bzw. 100.000 Euro (bis 10 Mitarbeiter) beantragt werden, wobei die Kreditsumme 25 % des Gesamtumsatzes des Jahres 2019 nicht übersteigen darf. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt bzw. über den Link zur LfA.

Überbrückungsfinanzierungen bei Liquiditätsprobelmen

Wichtig für die schnelle und erfolgreiche Beurteilung von Anfragen für die Begleitung einer Überbrückungsfinanzierung ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank erfolgen. Eine Übersicht der jeweils zuständigen Bürgschaftsbank steht auf dieser Seite zur Verfügung.

Für den Fall von Liquiditätsproblemen bei bayerischen Unternehmen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten, steht der Freistaat an der Seite der Betriebe. So können über die LfA Förderbank Bayern Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Finanzierungsangebote der Lfa Förderbank Bayern

Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken (Überbrückungsfinanzierung)

Übersicht Zuständigkeiten Bürgschaftsbanken

Um Fragen dazu zu beantworten, hat das Ministerium eine eigene Coronavirus-Hotline eingerichtet:

Per E-Mail:    coronavirus-info@stmwi.bayern.de
Telefon:          089 2162-2101
(Mo.–Do.: 07:30–17:00 Uhr, Fr.: 07:30–16:00 Uhr)

Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat seine Richtlinie zur Förderung von Unternehmensberatungen angepasst, sodass auch Handwerksbetriebe unbürokratisch und zu 100% gefördert Hilfe von externen Beratungsunternehmen in Anspruch nehmen können.

Seit dem 3. April gibt es für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, diese neue Förderung für professionelle Beratungen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen. Es werden Beratungsleistungen mit bis zu 4.000 Euro ohne Eigenanteil gefördert.

Arbeitsrechtliche Folgen / Gefährdungsbeurteilung

Vor dem Hintergrund des Auftretens des Coronavirus hat die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) ihren Praxisleitfaden „Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie“ aktualisiert. Darin sind die wichtigsten arbeitsrechtlichen Aspekte wie etwa zur Arbeitspflicht zusammengefasst.

Zudem stellen wir Ihnen hier den "Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen" zur Verfügung. Der Leitfaden hat zum Ziel, für Risiken bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen zu sensibilisieren und Prävention zu fördern. Er wurde von der Berufsgenossenschaft RCI, dem Gesamtverband der Versicherungsunternehmen, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der International SOS Foundation erstellt.



Umgang mit Minijobs: 450-Euro-Grenze darf im Minijob überschritten  werden

Aufgrund der Corona-Krise beschäftigen manche Betriebe ihre 450-Euro-Minijobber manchmal in größerem Umfang als ursprünglich vereinbart. Dies kann in der Folge zum Überschreiten der monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro führen. Daher wurde hier eine Vereinbarung getroffen: Für eine Übergangszeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 ist nun ein fünfmaliges Überschreiten der Verdienstgrenze möglich.

Weitere Informationen können auf der Internetseite der Minijob-Zentrale  abgerufen werden.

Hier geht es zum Blog der Minijob-Zentrale, in dem beschrieben ist, was es im Fall der Überschreitung wegen der Corona-Krise zu beachten gibt. Dort kann man den Beitrag auch anhören!



Berechtigung zur Kinderbetreuung im Ausnahmefall

Berufstätige Eltern, die aufgrund der Schließungen von Schulen und Kindertagestätten, ihre Kinder nicht betreuen könnnen, haben die Möglichkeit einen Antrag auf eine Kinderbetreuung im Ausnahmefall (Notbetreuung) zu beantragen. Voraussetzung dafür ist eine berufliche Tätigkeit in einem Bereich der kritischen Infrastruktur. Dazu gehören auch die Lebensmittelhandwerke.

Zusätzlich müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ihr Kind weist keine Krankheitssymptome auf,
  • Ihr Kind war nicht in Kontakt zu infizierten Personen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen sind 14 Tage vergangen und Ihr Kind weist keine Krankheitssymptome auf,
  • Ihr Kind hat sich nicht in einem Gebiet aufgehalten, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) im Zeitpunkt des Aufenthalts als Risikogebiet ausgewiesen war oder innerhalb von 14 Tagen danach als solches ausgewiesen worden ist, oder seit seiner Rückkehr aus diesem Risikogebiet 14 Tage vergangen sind und es keine Krankheitssymptome zeigt.

Wenn Sie das erste Mal die Notbetreuung in Anspruch nehmen wollen, versichern Sie bitte mit dem Formular "Erklärung zur Berechtigung zu einer Kinderbetreuung im Ausnahmefall (Notbetreuung)", dass die Voraussetzungen der Ausnahmeregelung gegeben sind. Bringen Sie dieses Formular am ersten Tag mit zu Ihrer Kita.

Die Regelungen des "Corona-Insolvenzgesetzes"!

Die Bundesregierung hat mit Wirkung zum 30. März 2020 ein "Corona-Insolvenzgesetz" erlassen. Die wichtigsten Regelungen dazu hat Peter Roeger, Sanierungsexperte und Insolvenzverwalter bei PLUTA, für die Handwerkskammer zusammengefasst. Seine Einschätzung: „Die Insolvenzordnung ist ein mögliches Instrument, um Firmen erfolgreich das Meistern akuter Krisen zu ermöglichen."

Hier geht es zur Seite "Corona-Insolvenz-Gesetz: Das sind die Regelungen"

Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung im Betrieb

Müssen Ihre Auszubildenden trotz Schulschließungen in den Betrieb? Kann für Azubis Kurzarbeitergeld beantragt werden?

Die wichtigsten Fragen haben wir Ihnen im nachfolgenden Dokument zusammengefasst. Außerdem erläutert der Leiter der Ausbildungsberatung und der Nachwuchsförderung, Frank Grökel, die Antworten in dem Video und gibt zudem hilfreiche Tipps.

Dieser Inhalt wird Ihnen aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellung nicht angezeigt. Bitte stimmen Sie den externen Medien in den Cookie-Einstellungen zu, um den Inhalt sehen zu können.